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Regensburg: Autoaufbrecher auf frischer Tat ertappt – Haftbefehl

Am Samstag (08.10) ist es Beamten der Zivilen Einsatzgruppe Regensburg gelungen, zwei Autoaufbrecher auf frischer Tat zu ertappen und festzunehmen. Die verhinderten Langfinger waren laut Polizei bereits amtsbekannt. Noch am Tag der Festnahme wurde nach Ermittlungen der Kripo Regensburg der Haftbefehl ausgestellt.

Die Zivilbeamten wurden gegen 18.45 Uhr auf zwei einschlägig polizeibekannte Männer, im Alter von 39 Jahren, in einem Hinterhof in der Landshuter Straße in Regensburg aufmerksam. Bei näherer Nachschau stießen sie dort auf ein frisch aufgebrochenes Fahrzeug.

Die beiden Personen flüchteten sofort von der Örtlichkeit als sie bemerkten, dass ihr Handeln entdeckt worden war. Dennoch gelang es den Beamten die Flüchtenden in unmittelbarer Tatortnähe widerstandslos festzunehmen. Die Täter erbeuteten in diesem Fall des Pkw Aufbruchs keinerlei Wertgegenstände, verursachten aber an dem aufgebrochenen VW Golf einen Sachschaden in Höhe ca. 200 Euro. Es gelang auch einen Schraubenzieher sicherzustellen, der offensichtlich als Tatwerkzeug diente.

Noch in den Abendstunden übernahmen Ermittler der Kripo Regensburg die weitere Sachbearbeitung. Es folgten verschiedene polizeiliche Maßnahmen wie beispielsweise eine Spurensicherung am Fahrzeug und erste Befragungen der Festgenommenen. Dabei zeigte sich auch, dass die beiden Männer polizeilich als Betäubungsmittelkonsumenten bekannt sind.

Wie fast täglich berichtet, kam es in den letzten Wochen gehäuft zu Pkw Aufbrüchen in Regensburg, vornehmlich im Stadtosten. Von Seiten der Kripo Regensburg wird nun auch geprüft, ob die beiden Männer noch für weitere Taten verantwortlich sind.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde einer der Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am Sonntag wieder entlassen. Für den zweiten Tatverdächtigen führte der weitere Weg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg am Montag, 10.10.2016 vor den Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Regensburg. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl wegen besonders schweren Fall des Diebstahls aus einem Kraftfahrzeug  und der mutmaßliche Auto-Aufbrecher wurde einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Neben bislang 14 Pkw-Aufbrüchen werden dem 39-Jährigen noch zusätzlich zwei Fälle des Computerbetruges mittels rechtswidrig erlangter Zahlungskarten mit PIN zur Last gelegt. In diesen beiden Fällen führte er mit der entwendeten ec-Karte zwei Geldabhebungen bei Banken durch. Bereits bei seinen ersten Einlassungen gab der einschlägig vorbelastete Mann die vollendeten Pkw Aufbrüche in den vergangenen Wochen zu. Diese habe er begangen um seine Betäubungsmittelsucht zu finanzieren. Meist habe er dabei die verlockenden Gelegenheiten genutzt und offen im Auto abgelegte Geldbörsen oder Wertgegenstände entwendet.

Das mit den umfangreichen Ermittlungen betraute Fachkommisariat K 2 der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg beschäftigt sich nun intensiv mit der Frage, wie viele Fahrzeugaufbrüche oder auch andere Straftaten dem Tatverdächtigen noch zuzurechnen sind. Zudem laufen auch Ermittlungen bezüglich eventueller weiterer Mittäter auf Hochtouren.

PM/MF