Regensburg: Arbeitskreis Stolpersteine sucht Informationen

Der Arbeitskreis Stolpersteine bittet die Regensburger Bevölkerung um Informationen über Deportations-Opfer im Nationalsozialismus, insbesondere Menschen, die auf Grund einer Erkrankung oder Behinderung von den Nationalsozialisten aus Regensburg deportiert und/oder ermordet wurden. „Wir konnten bislang erst zwei Stolpersteine für von den Nationalsozialisten ermordete behinderte Menschen in Regensburg verlegen, da uns bei dieser Opfergruppe leider die Informationen nicht zugänglich sind“, so Dieter Weber, der Sprecher der Regensburger Stolpersteingruppe.

Insgesamt 178 Stolpersteine für von den Nationalsozialisten ermordete Regensburger Bürgerinnen und Bürger hat die Regensburger Stolpersteingruppe bislang vor den ehem. Wohnstätten dieser NS-Opfer verlegt, aber leider eben erst zwei für Euthanasie-Opfer. Die Stolperstein-Gruppe geht davon aus, dass es in Regensburg zahlreiche Familien gibt, die Kenntnis über eine in Ihrem Umfeld von den Nationalsozialisten ermordete behinderte Person haben. Sehr gerne würde die Stolperstein-Gruppe stärker auf diese grausam ermordeten Menschen durch Stolpersteine im Stadtbild aufmerksam machen und an sie erinnern. Wenn sich jemand angesprochen fühlt und gerne möchte, dass an diese Opfer erinnert wird, kann sich bei Dieter Weber per Mail unter weber188@gmx.de melden.

Weitere Informationen zum Stolperstein-Projekt in Regensburg finden sich auf der homepage www.stolpersteine-regensburg.de.

Pressemitteilung/MF