Regensburg: Angezeigter Raub war vorgetäuscht

Der bereits am 10.03.2017 berichtete Raub im Gewerbepark C12 entpuppte sich nun nach den Ermittlungen der Kripo Regensburg als „Räuberpistole“. Der damalige Anzeigeerstatter und vermeintliche Geschädigte, ein 28-jähriger Regensburger, konnte von den Ermittlern der Falschaussage überführt werden.

 

Am 09.03.2017, gegen 13.40 Uhr, traf sich der 28-jährige Regensburger mit seiner flüchtigen Bekanntschaft, einer 33-Jährigen Regensburgerin und hielt unmittelbar nach dem Treffen eine vorbeifahrende Polizeistreife an. Den Beamten schilderte er, dass seine flüchtige Bekannte ihn seines Bargeldes beraubt hätte und mit einem Fahrrad geflüchtet wäre.

Die Kripo Regensburg übernahm die Ermittlungen und vernahm den vermeintlichen Geschädigten intensiv zu dem Sachverhalt, den er detailiert und schlüssig schilderte. Die Ermittler nahmen die 33-jährige vermeintliche Tatverdächtige zunächst in der Nacht des 12.03.2017 vorläufig fest und hielten sie in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg zur Klärung noch offener Fragen bis in den Morgenstunden in Gewahrsam. Nach Erlangung entlastender Erkenntnisse wurde die Frau in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg wieder entlassen.

Die Kripo Regensburg ermittelte einen unabhängigen Zeugen, der das Geschehen zwischen den beiden beteiligten Personen beobachtet hatte. Seinen Wahrnehmungen nach fand die Geldübergabe ohne Gewaltanwendung statt. Zudem gelangten die Kriminalbeamten an Videoaufzeichnungen, die belegen, dass das Pärchen unmittelbar nach ihrem Treffen gemeinsam über einen Parkplatz schlenderte.

Der 28-jährige Regensburger, der nach wie vor bei seinen ersten Angaben bleibt und zu seiner Motivation der Falschaussage schweigt, muss sich nun wegen Falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung verantworten.

 

 

PM/MB