Regensburg: 1 Mio. Euro für Neubau eines Zentraldepots für Museen und Stadtarchiv

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert den Neubau eines Zentraldepots für die Museen der Stadt Regensburg und des Stadtarchivs mit einem Zuschuss in Höhe von einer Million Euro! Davon sind jeweils 500.000 Euro für das Museumsdepot und das Stadtarchiv vorgesehen. 

Die Kunst- und Kulturgüter der Stadt Regensburg, von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart, bilden eine der größten städtischen Sammlungen in Deutschland. Sie sind Teil des UNESCO-Welterbes der Stadt und befinden sich derzeit in dezentral gelegenen, teils ungeeigneten Räumen im Stadtgebiet. Ziel der Maßnahme ist es, die Depotsituation grundlegend zu verbessern und die heterogenen Bestände sachgerecht zu bewahren.

Das geplante Museumsdepot umfasst Büros, Arbeitsräume, Depots und Werkstätten mit einer Gesamtnutzfläche von 4.590 Quadratmetern. Das Bauvorhaben wird gemeinsam mit einem entsprechenden Projekt der Diözese Regensburg errichtet, wobei einzelne Räume im städtischen Bereich zur gemeinsamen Nutzung durch Stadt und Diözese vorgesehen sind (Röntgen, Dekontamination, Fotostudio), was Synergien für beide Partner ermöglicht (Infrastruktur, Logistik, gegenseitige fachliche Unterstützung, geringere Anschaffungskosten).

Mit einem Umfang von 9,5 laufenden Kilometern Archivgut seit dem 13. Jahrhundert und aufgrund der hervorgehobenen Stellung Regensburgs schon im Mittelalter zählt das Stadtarchiv Regensburg zu den bedeutendsten Kommunalarchiven in Bayern. Derzeit ist das Stadtarchiv in einem adaptierten historischen Gebäude (sog. Runtingerhaus) ohne Erweiterungsmöglichkeiten untergebracht.

Das geplante Stadtarchiv beinhaltet Büros, Magazine sowie öffentlich nutzbare Räume für Forschung, Vorträge und Seminare mit einer Gesamtnutzfläche von 2.356 Quadratmetern. Im Rahmen dieses Neubaus sind auch Magazin- und Büroräume für das Archiv des Historischen Vereins für Regensburg und Oberpfalz und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) vorgesehen.

 

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst