Prozess um Horror-Unfall: Angeklagter versucht sich zu erhängen

Der Prozess um einen schrecklichen Unfall Anfang 2016 bei Schierling musste heute (19.10) in Regensburg unterbrochen werden. Der Angeklagte hat versucht, sich heute Nacht in der JVA Regensburg das Leben zu nehmen.

Laut einem Notarzt, der heute als Zeuge geladen war, hat der 49-Jährige versucht, sich mit einem Atennenkabel in seiner Zelle zu erhängen.

Zur weiteren Untersuchung ist der Angeklagte heute Morgen in das Uniklinikum Regensburg gebracht worden – von dort aus kommt er in die psychiatrische Abteilung der JVA Würzburg. Mittlerweile ist der Angeklagte aber wieder vernehmungsfähig. Insgesamt sind noch drei Verhandlungstage anberaumt, der nächste ist am kommenden Mittwoch.


Video: Seit vergangener Woche steht der Mann wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Regensburg.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Ex-Freundin an Dreikönig unter einem Vorwand von der Arbeit abgeholt zu haben. Zwischen Siegenburg und Schierling (Landkreis Regensburg), wo das Paar bis zur Trennung wenige Wochen zuvor gelebt hatte, fuhr er ungebremst frontal gegen einen Baum.

Pikant: Der Angeklagte hatte bereits wegen eines ähnlichen Vorfalls mehrere Jahre im Gefängnis gesessen. Er wurde im Jahr 2004 im österreichischen Graz wegen vorsätzlicher Tötung seiner Verlobten zu 20 Jahren Haft verurteilt. Abgeschoben in sein Heimatland Ungarn wurde er dort im März 2015 vorzeitig entlassen. Wenige Wochen später zog er nach Deutschland.

StS/MF/dpa