„Problembiber“ sorgt für Ärger und Sorgen in Burgweinting

In Burgweinting sorgt ein „Problembiber“ zurzeit für Ärger. Innerhalb des Regensburger Stadtteils gibt es insgesamt fünf Anstauungen im Aubach, die der Biber jede Nacht aufs Neue bearbeitet. Weil der Wasserstand des Baches deswegen sehr hoch ist, müssen zwei Mal in der Woche die Staudämme von einem Fachpersonal des Landschaftpflegeamtes entfernt werden. Diese Maßnahme kostet die Stadt Regensburg laut SPD-Stadtrat Norbert Hartl, der die Burgweintinger im „Biberfall“ unterstützt, jährlich rund 60.000 Euro.

Angestautes Wasser steht bis zu drei Zentimeter unter der Brücke – Burgweintinger sind besorgt

„Die Hochwassersituation hat sich im Ortsteil Burgweinting massiv verschärft. Bei einem Wolkenbruch würden die Straßen und Häuser insbesondere am Kirchweg und Heuweg sofort unter Wasser stehen. Vom steigenden Grundwasserspiegel ganz zu schweigen.“, das sagen besorgte Anwohner gegenüber TVA. Erst vor Kurzem wäre die Brücke am Kirchweg bis 3 Zenitmeter zur Unterkante angestaut gewesen. Die Burgweintinger stört, dass die Stadt Regensburg den Biber nicht fängt. Ihr Argument: Der Landkreis Regensburg würde im Jahr eine Fanggenehmigung für 150 Biber ausstellen. Laut den Anwohnern würden sich die Stadt Regensburg und deren zuständigen Ämter nicht genug um den Fall kümmern und den Ernst der Lage nicht erkennen.

Heute hat sich auch der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs zu dem Fall geäußert:

„Die jetzige Situation am Aubach in Burgweinting ist nicht befriedigend. Ich verstehe das Anliegen mancher Anwohner. Die Stadt arbeitet derzeit an einer sachgerechten Entscheidung, wie mit der Biber-Problematik umgegangen werden kann, ohne sich gesetzwidrig zu verhalten“, so der OB.

MK/ Foto: privat