Polizei: Tipps zum Ausbremsen von Autodieben

Autodiebe sind heute hochqualifiziert und in der Lage hochwertige, mit elektronischen Sicherungen versehene Fahrzeuge zu entwenden. Die gute Nachricht ist aber,  Autobesitzer sind durchaus in der Lage mit richtigem Verhalten oder technischen Einrichtungen solche Diebe auszubremsen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz gibt hierzu die richtigen Tipps, um ihr Fahrzeug vor einem Diebstahl zu schützen.

Professionell agierende Banden, vor allem aus dem osteuropäischen Nachbarraum, suchten immer wieder die Oberpfälzer Region auf und entwendeten hochwertige Fahrzeuge, die in ruhigen Wohngebieten, teils in Hofeinfahrten oder im Carport geparkt standen. Für die Eigentümer entstand mit dem Diebstahl jeweils ein immenser Schaden und der Laie fragte sich jedes Mal, wie die Täter das schaffen. Gerade die hochwertigen Fahrzeuge sind doch mit elektronischen Wegfahrsperren ausgestattet.

Moderne Autodiebe arbeiten in organisierten Banden arbeitsteilig zusammen. Es gibt Auftraggeber, Hehler, Diebe und Fahrer. Hinzukommen die Ausspäher, die Wohngebiete durchstreifen und registrieren, wo wertvolle Fahrzeuge abgestellt sind. Diese Informationen geben sie an die eigentlichen Diebe weiter, die technisch häufig so ausgerüstet sind, dass sie serienmäßige Sicherungseinrichtungen überwinden können.

Die Oberpfalz wies in den letzten Jahren im Trend sinkende Zahlen bei den Diebstählen von Kraftwagen auf, dennoch konnte darunter eine Häufung von hochwertigen Pkw, die mit dem sogenannten „Keyless Go“ ausgestattet sind, festgestellt werden. Ein System, das die Autobauer serienmäßig in solche Fahrzeuge einbauen und, mit dem der Pkw ohne aktive Benutzung eines Autoschlüssels (keyless heißt schlüssellos) zu entriegeln ist und durch das bloße Betätigen des Startknopfes gestartet werden kann. Die Täter hinterlassen beim Diebstahl solcher Fahrzeuge keine Aufbruchsgeräusche und bewegen es für einen Außenstehenden scheinbar berechtigt weg.

 

Das Polizeipräsidium Oberpfalz gibt Tipps damit Langfinger keine Chance haben:

 

  • Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge, die mehrmals langsam durch die Straßen „streifen“. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen. Am besten die Kennzeichen und Fahrzeugbeschreibung notieren und die Polizei darüber informieren.

 

  • Achten Sie auch auf Personen, die Ihres, oder das Fahrzeug des Nachbarn fotografieren.

 

  • Stellen Sie, wenn möglich, hochwertige Fahrzeuge in einer abschließbaren Garage ab.

 

  • Benutzen Sie zur Aufbewahrung des Fahrzeugschlüssels nach Möglichkeit besonders gesicherte Schlüsseltresore. Legen Sie den Fahrzeugschlüssel nicht in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür ab.

 

Lässt sich dies nicht vermeiden, versuchen Sie das Funksignal durch geeignete Maßnahmen z. B. Verwendung eines Schlüsseletuis mit Cryptalloy-Folie abzuschirmen. Testen Sie unbedingt die Wirksamkeit. Nur wenn das Fahrzeug auch dann nicht geöffnet werden kann, – Halten Sie den „abgeschirmten“ Schlüssel direkt neben die Fahrzeugtür – haben auch die Diebe keine Chance.

 

  • Fragen Sie bei dem Hersteller Ihres Fahrzeuges nach, ob für Ihr Fahrzeug der Komfortzugang deaktiviert werden kann und nutzen Sie diese Funktion, wenn Sie Ihr Fahrzeug außerhalb einer verschließbaren Garage abstellen.

 

  • Sichern Sie ihr Fahrzeug durch zusätzlichen optischen oder akustischen Alarm, der Diebe bei ihrer Arbeit stört oder abschreckt.

 

  • Verwenden sie zusätzliche Sicherungen, die in die Mechanik oder Elektrik des Fahrzeuges eingreifen und das Wegfahren verhindern bzw. erschweren, wie z.B. Wegfahrsperren, Parkkrallen oder Gangschaltungssperren. Über solche zusätzliche technische Sicherungseinrichtungen können Sie sich bei Ihrer zuständigen Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle informieren.

 

Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes stellen auf ihrer Homepage www.polizei-beratung.de weiterführende Informationen, auch zu anderen Themen, zur Verfügung. Insbesondere können dort die zuständigen Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen mit Eingabe der Postleitzahl gesucht werden.

PM/MF