Polizei: Schlag gegen ostbayerische Rauschgiftszene

Die Polizei berichtet in einer Pressemitteilung von einem Fahndungserfolg, der bereits im vergangenen Jahr einen Schlag gegen die Drogenszene in der Region dargestellt hat. Man habe dabei Marihuana, Kokain und andere Drogen sichergestellt. Aus ermittlungstaktischen Gründen veröffentliche man die Informationen erst jetzt:

„Bereits am 31.08.2015 konnte die Kripo Straubing einen 23-jährigen Waldmünchener festnehmen der im Begriff war rund 500 gr. Marihuana und 1 gr. Kokain an einen Straubinger Abnehmer zu liefern. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, wurde der Beschuldigte allerdings nach Durchführung aller polizeilicher Maßnahmen, zunächst wieder entlassen. Da der Mann weiter verdächtig war, mit Drogen zu handeln, wurde vom Amtsgericht Straubing ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes, der mittlerweile bei einem Freund untergekommen war, erlassen und am 21.10.2015 vollzogen. Dabei wurden ca. 10 gr. Kokain, 52 gr. MDMA, 25 Ecstasy-Tabletten, 30 gr. Marihuana, 3,5 gr. Amphetaminpulver und 1 LSD-Trip aufgefunden und sichergestellt, die bereits zum Weiterverkauf portioniert waren.

Nach mehrstündiger Vernehmung gestand der Mann schließlich seine Taten und konnte nicht mehr umhin, seine Lieferanten, darunter einen 25-jährigen Mann aus Straubing, von dem der über einen längeren Zeitraum knapp vier Kilogramm Marihuana, sowie Kokain, Speed und Ecstasy bezogen hat, zu nennen. Den Großteil seines Marihuanas erhielt er von einem in Deutschland wohnenden, tschechischen Staatsbürger aus dem Raum Bad Kötzting. Über einen Zeitraum von einem Jahr bezog er allein von diesem rund 5,4 kg Marihuana, welches er gewinnbringend weiterverkaufte.

Gegen die zwei Hintermänner wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Kripo Straubing ermittelt in enger Abstimmung mit der Kripo Regensburg und der Staatsanwaltschaft Regensburg, Zweigstelle Straubing, weiter in diesem Rauschgiftkomplex wegen verschiedenster Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.“

Foto: Symbolbild Drogen

PM/MF