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Pfingst-Open-Air: Zwei gewalttätige Auseinandersetzungen

In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag musste sich die Straubinger Polizei im Umfeld des Pfingst-Open-Air mit zwei tätlichen Auseinandersetzungen beschäftigen, bei denen jeweils mehrere Täter auf einzelne Geschädigte einschlugen. Die Ermittlungen hierzu hat die Kripo Straubing aufgenommen.

Der erste Vorfall wurde kurz vor 01.00 Uhr durch den Sicherheitsdienst in der Notrufannahme der Einsatzzentrale gemeldet. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen hielten sich mehrere Festivalbesucher in einem Pavillion am Zeltgelände auf. Dabei kam es zunächst zu einem Wortgefecht zwischen ihnen und einer anderen Gruppe, bestehend aus 10 – 15 Personen, die an der Örtlichkeit vorbei kam. Es blieb nicht beim verbalen Austausch, sondern ein bislang Unbekannter schlug einem 21-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Als der Geschädigte bereits am Boden lag, wurde er offenbar von mehreren Umstehenden aus der größeren Gruppe mit den Füßen getreten. Auch Tritte gegen den Kopf wurden von anwesenden Zeugen geschildert. Außerdem wurde der 21-Jährige mit einem Campingstuhl und Zeltstangen traktiert.

Der Geschädigte wurde mit leichten Verletzungen zur Behandlung ins Klinikum Straubing gebracht, konnte jedoch nach ambulanter Behandlung kurz nach Einlieferung wieder entlassen werden. Anscheinend hatte er noch nicht genug und wurde im Verlauf der Nacht bereits wieder auf dem Festivalgelände gesehen.

Im Zusammenhang des Geschehens konnten vorerst vier Beschuldigte ermittelt werden. Der genaue Tatablauf und die jeweilige Beteiligung der Täter bedarf noch eingehender Ermittlungen, da alle Beteiligten nicht unerheblich alkoholisiert waren und vor Ort widersprüchliche Angaben machten. Zur weiteren Bewertung des Geschehens sind auch noch unbeteiligte Zeugen zu vernehmen.

Gegen 04.30 Uhr ging nochmals eine Mitteilung über eine erneute Schlägerei ein. In diesem Fall wurde am Einsatzort festgestellt, dass ein 22-Jähriger ebenfalls mit einem Faustschlag ins Gesicht niedergestreckt wurde. Am Boden liegend traten dann vermutlich vier noch unbekannte Täter auf ihn ein, wobei wiederum auch der Kopf Ziel der gewalttätigen Entgleisung war. Zum Glück blieb der so Attackierte bis auf einen brummenden Schädel nahezu unverletzt. Wie im oberen Fall hat auch hier eine maßgebliche Trunkenheit – auch des Geschädigten selbst – die Aufklärung des Sachverhalts an Ort und Stelle erschwert und macht aufwändige Nachforschungen, die sich vor allem auf die Ermittlung der Täter konzentrieren, erforderlich.

In beiden Fällen hat der Kriminaldauerdienst der Kripo Straubing noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen; diese werden vom zuständigen Fachkommissariat fortgesetzt. Die strafrechtliche Einordnung hängt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft auch vom Ergebnis der ausstehenden Vernehmungen ab.

pm