Polizeibilanz: Ostbayern feiern weitgehend ruhig den Jahreswechsel – Großbrand in Waldmünchen

Das neue Jahrzehnt hat in Ostbayern ohne größere Zwischenfälle begonnen.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste hatten zwar wieder viel Arbeit, über 400 Einsätze mussten sie absolvieren. Es handelte sich aber nur um Körperverletzungen, Kleinbränden oder Sachbeschädigungen. Die Polizei Niederbayern und Oberpfalz bezeichnet die Silvesternacht  als „normal“, bzw. „durchschnittlich“.

Bei mehreren Verkehrsunfällen wurde die Beteiligten nur leicht verletzt, oft war Alkohol im Spiel.

Die ein oder andere Silvesterrakete verursachte einen kleinen Brand. So zum Beispiel in Neutraubling. Gegen 02.20 Uhr brannte ein Mülltonnenhäuschen. Hier wurden vermutlich nicht komplett abgelöschte Feuerwerkskörper entsorgt, so dass die Mülltonne in Brand geriet und das Mülltonnenhäuschen komplett abbrannte.

Großbrand in Waldmünchen

In Waldmünchen kam es zu einem Großbrand. Das Feuer ist vermutlich in einer Papiertonne ausgebrochen und hat auf das Restaurant am Perlsee übergegriffen. Ob Feuerwerkskörper die Brandursache waren ist noch nicht bekannt. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf etwa 250 000 Euro beziffert.

 

Polizeiliche Bilanz zur Silvesternacht 2019/2020 für den Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz

 

Im Zeitraum vom 31.12.2019, 20:00 bis 1.1.2020, 06:00 Uhr, kam es zu 221 Einsätzen, davon 60 Einsätze vor Mitternacht.

Insgesamt waren es etwas weniger Einsätze als beim vorangegangenen Jahreswechsel.

Es wurden bei 30 Körperverletzungsdelikten 29 Personen leicht verletzt.

22mal kam es zu Sachbeschädigungen, der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 7.500 Euro.

6 Personen erlitten leichte Verletzungen bei insgesamt 17 gemeldeten Verkehrsunfällen, der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 30.000 Euro.

42 Ruhestörungen wurden gemeldet.

Am 1.1.2020, um 03:31 Uhr kam es in Grafenwiesen, Lkr. Cham, zu einer vorsätzlichen Brandstiftung. Ein bisher unbekannter Täter entzündete unter einem Pkw eine Feuerwerksbatterie, dadurch brannte der Motorraum vollständig aus. Der Sachschaden belauft auf ca. 15.000 Euro. Die Ermittlungen hat die PI Bad Kötzting übernommen.

Am 1.1.2020, 05:09 Uhr, wurde in Waldmünchen ein Brand gemeldet. Aus bisher unbekannter Ursache brach ein Brand in einem überdachten Altpapiercontainer aus und griff auf das Gebäude einer ehemaligen Gaststätte über. Bei Brandausbruch befanden sich keine Personen im Gebäude. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 250.000 Euro. Die Ermittlungen hat die Polizeistation Waldmünchen übernommen.

 

        Polizeiliche Bilanz zur Silvesternacht 2019/2020 für den Schutzbereich des Polizeipräsidiums                                                                                            Niederbayern

Im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern waren in der Silvesternacht 2019/2020 zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Größere Zwischenfälle waren jedoch nicht zu verzeichnen.

In der Silvesternacht wurden im Bereich des PP Niederbayern insgesamt über 240 Einsätze durch die Polizeidienststellen abgearbeitet.

So mussten die Einsatzkräfte zahlreiche Körperverletzungsdelikte aufnehmen, wobei es erfreulicherweise zu keinen schweren Verletzungen bei den beteiligten Personen gekommen ist.

Weiter wurden mehrere Sachbeschädigungen und über 30 Kleinbrände gemeldet, welche größtenteils mutwillig oder durch den fahrlässigen Gebrauch von Feuerwerkskörpern verursacht wurden.
Hierbei gerieten vor allem Mülltonnen und Altpapiercontainern in Brand, weiterhin kam es zu Bränden von Hecken.
In Deggendorf brannten mehrere Mülltonnenhäuschen aus, hierbei entstand ein Schaden von ca. 6000.- Euro.
Im Gemeindebereich Bad Birnbach geriet eine Mülltonne aufgrund eines Feuerwerkskörpers in Brand, wobei der daneben abgestellte Pkw beschädigt wurde. Der hierbei entstandene Sachschaden beträgt ca. 6000.- Euro.
In Vilshofen brannte ein ca. 3 m x 4 m großer Holzschuppen aus bislang unbekannten Gründen ab, der dabei entstandene Sachschaden liegt bei ca. 5000.- Euro. Bei dem Brand wurde auch ein Datenkabel für die Zugsteuerung der daneben liegenden Bahnstrecke beschädigt. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn wurde verständigt, lt. ersten Schätzungen beträgt der Schaden mehrere Tausend Euro. Der Zugverkehr auf der Bahnstrecke ist weiterhin möglich, jedoch eingeschränkt.

Durch den unsachgemäßen oder fahrlässigen Gebrauch von Feuerwerkskörpern erlitten insgesamt vier Personen leichte Verletzungen.
In Landshut wurde ein 12-jähriges Mädchen durch eine Feuerwerksrakete getroffen und dabei leicht verletzt. Das Mädchen musste in einem Krankenhaus ärztlich behandelt werden, der Verursacher ist bislang nicht bekannt.

In Dingolfing feierten drei Personen den Jahreswechsel verbotswidrig mit der Abgabe von Schüssen aus Salutwaffen. Die drei Salutwaffen und das dazugehörige Schwarzpulver wurden sichergestellt sowie die Besitzer wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zur Anzeige gebracht.
Auch wurden zahlreiche Ruhestörungen mitgeteilt, welche durch die Einsatzkräfte ohne größere Probleme abgearbeitet werden konnten.
Auf dem Verkehrssektor kam es zu mehreren Unfällen, bei denen zwei Personen leicht verletzt wurden.
Im Gemeindebereich Tann / Lkr. Rottal-Inn stieß eine 43-Pkw-Fahrerin mit einem Galloway-Rind zusammen, welches kurz zuvor mit drei weiteren Galloway-Rindern aus einer umzäunten Weide ausgebrochen war, nachdem die Rinder vermutl. durch die Silvesterböllerei aufgescheucht wurden. Die Pkw-Fahrerin erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen, das Galloway-Rind wurde bei dem Unfall sofort getötet. Eine Absuche nach den drei weiteren Galloway-Rindern verlief bislang negativ.

Zusammenfassend kann von einer weitgehend „normalen“ Silvesternacht gesprochen werden.