OB-Kandidat der CSU: Basis soll befragt werden

Seit über sechs Jahren streitet die Regensburger CSU jetzt schon. Die Partei ist längst in zwei Lager gespalten: Kreisverband contra Fraktion. Das Problem für die Christlich Sozialen in Regensburg: Der Wahltermin rückt immer näher und die Partei hat immer noch keinen OB-Kandidaten der von beiden Lagern getragen wird. Damit soll jetzt Schluss sein. 16.04.2013 – Der stellvertretende Kreisvorsitzende Franz Rieger hat die Querelen satt. In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz, zu der Franz Rieger heute morgen höchstpersönlich eingeladen hatte, erklärte der stellvertretende Kreisvorsitzende der Regensburger CSU, er habe den innerparteilichen Streit jetzt endgültig satt. Die knapp 1100 Parteimitglieder sollen in einer Basisentscheidung über den Regensburger OB-Kandidaten abstimmen, so Rieger weiter. Rieger habe laut eigener Aussage den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer über diesen Schritt informiert. Von 17 Regensburger Ortsverbänden müssen sechs zustimmen, damit dieses Verfahren eingeleitet werden kann. Auf diese Meldung hin meldete sich Armin Gugau, der Kreisvorsitzende der Regensburger CSU zu Wort: Laut dem Bayerischen Kommunalwahlrecht könne die Parteibasis keine endgültige Entscheidung über eine OB-Kandidatur herbeiführen. Auch Hans Renter wurden vom Alleingang Riegers nicht informiert. Beide stehen jetzt vor vollendeten Tatsachen. Renter gab bereits bekannt, nicht mehr für die Kreisvorstandschaft zu kandidieren. Christian Schlegl, Fraktionsvorsitzender und OB Kandidat hat die Meinung, dass es eine große Chance für die CSU ist, den Beginn eines Einigungsprozesses einzuleiten. Ein weiterer möglicher OB- Kandidat, Jürgen Linhart steht einer Mitgliederbefragung sehr positiv gegenüber. Und der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Regensburg Hans Schaidinger hofft, dass in diesem Verfahren mehr auf die Qualität der Persönlichkeiten wert gelegt wird.

 

16.04.2013 / CS