Notfallplan in Kraft: Gemeindezentrum in Zeitlarn wird Notunterkunft

Der Notfallplan Asyl tritt in Kraft. Dies teile die Regierung der Oberpfalz heute Mittag dem Landratsamt Regensburg mit. „Durch die sofortige Aktivierung soll über das Wochenende eine Vorlaufzeit sichergestellt werden, damit der Plan bereits nächste Woche durchgeführt werden kann“, heißt es von Seiten der Regierung. Ab wann die Asylbewerber tatsächlich in Zeitlarn eintreffen und wieviele es sein werden, das ist bisher noch nicht bekannt. Die Erstaufnahmeeinrichtungen in Bayern sind angesichts des großen Zustroms von Asylbewerbern in den letzten Tagen überfüllt. Der Landkreis Regensburg hat sich auf die die kurzfristige Aufnahme von bis zu 200 Asylbewerbern bereits gut vorbereitet.

„Wir beginnen ab sofort mit dem Umbau des Gemeindezentrums in eine Notunterkunft für Asylbewerber“, erklärt Dr. Thomas Thaller, Abteilungsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung und Leiter der Koordinierungsgruppe Asyl im Landratsamt Regensburg. Am Freitag Nachmittag tagte die Koordinierungsgruppe Asyl im Landratsamt um die Aufbauarbeiten zu besprechen. Das Bayerische Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Feuerwehren aus der Umgebung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Zeitlarn und des Landratsamts Regensburg arbeiten auf Hochtouren. Der Boden in der Turnhalle wird mit Teppichen eingedeckt, die Feldbetten aufgestellt und ein Speiseraum eingerichtet. Zusätzliche Dixiklos werden noch angeliefert und eine Spielecke eingerichtet. Bis zum Montag sollen alle Vorbereitungen getroffen sein. „Wir stellen den Flüchtlingen eine gute Unterkunft zur Verfügung“, betont Zeitlarns 1. Bürgermeister Franz Kröninger. „Ich bedanke mich bei den Zeitlarnern und allen beteiligten Helferinnen und Helfern ganz herzlich für die hervorragende Unterstützung“, erklärt Landrätin Tanja Schweiger.

Das Gemeindezentrum Zeitlarn wird nach Angaben der Regierung der Oberpfalz voraussichtlich vier bis sechs Wochen lang als Notunterkunft dienen. Nach der Erstuntersuchung durch das Gesundheitsamt und die Registrierung durch die Regierung der Oberpfalz werden die Flüchlinge auf dezentrale Unterkünfte, zum Teil auch in andere Bundesländer verteilt.

PM Landratsamt Regensburg