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Niederbayern: Heftige Unwetter – Erneut viele Einsätze

Eine große Schlechtwetterzelle bescherte der Niederbayerischen Polizei und den Feuerwehren sowie Hilfsdiensten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (12./13.06.2018) viel zusätzliche Arbeit. Am Abend zogen zum Teil heftige Gewitter, gefolgt von Starkregen über Niederbayern, in Folge traten zahlreiche Gewässer partiell über die Ufer. In Landshut mussten vorsorglich sogar Evakuierungen durchgeführt werden.

Der Polizeibericht aus Niederbayern:

Der DWD hatte ab dem späten Nachmittag mehrfach vor starken Gewittern und heftigem Regen für Niederbayern gewarnt. Dieses Wetterszenario setzte dann gegen 20 Uhr flächendeckend ein und verursachte dadurch zahlreiche Einsätze für Polizei, Feuerwehren, THW, Bauhöfe und Straßenmeistereien. Insbesondere problematisch war, dass sich diese Schlechtwetterzelle die ganze Nacht durch so gut wie nicht bewegte und bis 03 Uhr über großen Teilen Niederbayern festhing.

Wetterbedingte Einsätze wurden in der Einsatzzentrale der Polizei in Straubing in allen Bereichen Niederbayerns disponiert. Besonders betroffen waren jedoch die Bereiche Landshut, Landkreis Landshut und der Großraum Bayerischer Wald. Der positive Aspekt insgesamt ist, dass bislang keine verletzten Personen gemeldet wurden. Zu Sachschäden kann noch keine Aussage getroffen werden.

Hier einige beispielhafte Einsatzgeschehnisse als Ausschnitt:

•20.22 h, Bischofsmais, Kaltenbrunn, Blitzschlag in Carport, samt untergestelltem Pkw ausgebrannt, kein Übergreifen auf Wohnhaus, keine Verletzten, Schaden ca. 30.000 €
•Ab 21.00 h, Landshut, zahlreiche Straßen aufgrund Starkregens und Überschwemmungen gesperrt
•22.09 h, Mainburg, StStr. 2049 Nähe BAB-Auffahrt, mehrere Fzge unterspült, ein Pkw in den Graben gespült
•23.15 h, Pfeffenhausen, B 299 umliegende Kreisstraßen überschwemmt
•23.30 h, Mainburg, B 301 überflutet und nicht mehr befahrbar
•00.38 h, Geisenhausen, am Volksfestplatz mehrere Fahrzeuge im Wasser
•01.30 h, Landshut, LA 31, Geröllabgang, Straße teilweise blockiert, THW mit Radlader im Einsatz

Stark traf der Regen insbesondere die Niederbayerische Bezirkshauptstadt Landshut, die ziemlich genau mittig in der sich drehenden Regenzone lag. Hier traten mehrere kleine Bäche über die Ufer und auch die Isar schwoll stark an. Ab 23.30 h beginnend mussten im Bereich des Wolfsbacher Weges aus Sicherheitsgründen mehrere Häuser evakuiert werden, betroffen waren davon 52 Personen. Diese wurden in der nahe gelegenen Sparkassenarena durch Hilfsdienste betreut. Verletzt wurde auch hier glücklicherweise niemand. Gegen 01 h brach dann am Wolfsbacher Weg sogar ein kleinerer Bach-Damm auf einer Länge von 12 Metern, dies blieb aber zunächst unproblematisch, da sich das Wasser in offene Wiesen ergoss. Die evakuierten Anwohner durften gegen 03.45 h letztlich wieder in ihre Wohnungen.

In Niederbayern mussten die Einsatzkräfte der Polizeidienststellen und anderer Hilfsdienste zahlreiche weitere Einsätze bewältigen. So wurden in mindestens 20 Fällen Straßen (darunter auch Bundesstraßen) oder Unterführungen überflutet oder durch Dreck und Schlamm unbefahrbar und mussten für den Verkehr gesperrt werden, 10 mal blockierten umgefallene Bäume den Verkehr. Der Einsatzzentrale wurde rund 15 mal gemeldet, dass Keller mit Wasser vollliefen. 8 mal mussten Fahrzeuge aus überfluteten Flächen gesichert werden. Bei der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium in Straubing wurden zwischen 20 Uhr und 04 Uhr insgesamt ca. – 60 – wetterbedingte Einsätze registriert.

 

Die Mitteilung der Polizei in Mainburg:

In den gestrigen Abendstunden kam es im Gemeindebereich Mainburg zu Verkehrsstörungen durch überflutete und verschlammte Fahrbahnen aufgrund starker Regenfälle. Eine Kfz-Werkstatt im Bereich Oberempfenbach wurde geflutet, dabei lief Öl aus. Die Feuerwehren aus Oberempfenbach und Neustadt/Donau waren vor Ort im Einsatz. Erkenntnisse über weitere Schäden liegen hier bisher nicht vor.

 

Unser Video zum Unwetter von Montag (11.6.) auf Dienstag (12.6.)

PM/MF