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Neutraubling: Kellerbrand in Asylunterkunft

Update: 12:50 Uhr

Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Regensburg haben heute Morgen die Ermittlungen an der Brandstelle fortgeführt. Die Ursache des Brandes konnte zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht geklärt werden. Im Laufe des frühen Nachmittages wird daher ein Brandgutachter des Bayerischen Landeskriminalamts die Brandstelle untersuchen.

Es liegen nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor. Nichtsdestotrotz ist vorsorglich auch das Kommissariat Staatsschutz der Kripo Regensburg in die Ermittlungen eingebunden.
Die neun verletzten Personen sind mittlerweile allesamt wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Ob das Haus nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Tatortarbeit wieder für die Bewohner freigegeben werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Sie wurden auf andere Asylbewerberunterkünfte im Landkreis Regensburg verteilt.

 

Ursprüngliche Meldung:

Bei einem Kellerbrand in einer in der Schlesischen Straße gelegenen Asylunterkunft wurden mehrere Personen durch Rauchgase verletzt.  Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst kümmerte sich um die Bewohner sowie um die Brandbekämpfung. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unbekannt.

Am Mittwochabend, 06. April 2016, gegen 19.30 Uhr, brach im Keller eines als Asylunterkunft genutzten dreistöckigen Mehrfamilienhauses ein Brand aus. Der Brandherd befand sich in einem unversperrten Kellerraum, in dem nur alte Möbel gelagert waren. Ein Verkehrsteilnehmer und einige Hausbewohner waren durch die starke Rauchentwicklung auf das Feuer aufmerksam geworden und hatten Feuerwehr und Rettungsdienst verständigt. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs hielten sich ca. 15 Asylsuchende aus Syrien, Libyen und dem Irak in dem Gebäude auf. Die Personen konnten sich teilweise selbst ins Freie begeben, zum Teil wurden sie von Feuerwehrleuten aus dem Haus gebracht.

Insgesamt erlitten 9 Personen, darunter eine schwangere Frau und zwei Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bzw. 2 Jahren, leichte Rauchgasvergiftungen. Sieben Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die übrigen Asylsuchenden kamen vorerst in einer anderen Asylunterkunft im Stadtgebiet Neutraubling unter.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 50.000 Euro.

Vor Ort befanden sich ca. 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neutraubling, Regensburg, Harting und Barbing sowie etwa 20 Rettungsdienst-Mitarbeiter und 4 Notärzte. Auch der 1. Bürgermeister der Stadt Neutraubling kam zum Brandort und organisierte mit der zuständigen Ausländerbehörde die weitere Unterbringung der Flüchtlinge.

Die Brandursache ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar, Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund liegen derzeit jedoch nicht vor. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Regensburg geführt, Beamte der Kripo haben noch in der Nacht vor Ort die Arbeit aufgenommen.

 

Foto/Video: Ratisbona Media

PM/MF