Neues Informations- und Kommunikationssystem am Ludwig-Donau-Main-Kanal

Staatsministerin Ulrike Scharf, Regierungspräsident Axel Bartelt, Landrat Armin Kroder (Nürnberger Land) und Dr. Michael Braun, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostbayern e. V., eröffneten am 29. Mai 2017, in Anwesenheit von zahlreichen Vertretern aus Politik, Denkmalpflege, Tourismus und Verwaltung, das neue Informations- und Kommunikationssystem am Ludwig-Donau-Main-Kanal (LDM) am Dörlbacher Einschnitt in Burgthann (Landkreis Nürnberg). Das Konzept dazu hatten Fachleute aus den Wasserwirtschaftsämtern in fünf Regierungsbezirken unter der Federführung der Regierung der Oberpfalz in den letzten vier Jahren entwickelt.

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte heute bei der offiziellen Eröffnung am Dörlbacher Einschnitt:“Mit dem neuen Informationssystem wird der Naturtourismus am Ludwig-Donau-Main-Kanal noch attraktiver. Der alte Kanal ist ein markantes Beispiel wasserwirtschaftlicher Ingenieurskunst und ein außergewöhnliches Bodendenkmal. Diesen Schatz wollen wir heben und der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Informationssystem lädt dazu ein, auf über 170 Kilometern mehr über dieses 200 Jahre alte Bauwerk zu erfahren. Wir bereichern Bayerns naturtouristisches Füllhorn um ein weiteres, herausragendes Angebot.“

„Der Ludwig-Donau-Main-Kanal verbindet heute wie damals die Menschen in Bayern – wenn auch unter anderen Vorzeichen als im damaligen Königreich Bayern. Der Kanal ist heute eine touristische Attraktion, die dank der neuen Kooperationen zwischen Wasserwirtschaft und Tourismus den Besuchern die Möglichkeit eröffnet, ein Stück bayerischer Geschichte neu zu entdecken und zu erleben“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt, der sich bei den Machern und Unterstützern des neuen Konzepts ganz herzlich bedankte: „Ohne kreative Köpfe und Hände, die auch zupacken können, gäbe es dieses Informations- und Kommunikationskonzept nicht.“ Besonders bedankte sich der Regierungspräsident bei den Schülern und Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe des Willibald-Gymnasiums Eichstätt: Sie hatten die Audio-Dateien für die Smartphone-Benutzung des Informationszentrums eingelesen.

Beginnend im alten Hafen Kelheim über Beilngries, den Parc d’Issoire in Neumarkt i.d.OPf., Dörlbacher Einschnitt bei Burgthann, Brückkanal in Feucht, die Schleuse 94 in Eggolsheim bis zur Schleuse 100 in Bamberg wurden an 16 Standorten Informationsstelen errichtet. An sieben Standorten sind zusätzlich Silhouetten von Figuren und Gegenständen aufgestellt. Mit Texten, Grafiken und Bildern erzählen sie von der Entstehung des Kanals, den technischen Funktionen und der Bedeutung seiner Bauwerke. Und wer sein Smartphone zur Hand hat, kann über einen QR-Code Hörbilder abrufen und einen Eindruck vom damaligen Leben am Kanal bekommen. Der „Alte Kanal“, schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ohne wirtschaftliche Bedeutung, ist heute ein kulturhistorisch einmaliges Denkmal, von dem es viel zu erzählen gibt. Die Kosten für das Projekt beliefen sich auf rund 515.000 Euro. Die Mittel wurden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung/MF