Neuer Flyer: „Mit Kind unterwegs“

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat am 3. Februar 2015 gemeinsam mit Marga Teufel, der Leiterin der Gleichstellungsstelle, die Neuauflage des Flyers „Mit Kind unterwegs – Wickel- und Stillmöglichkeiten in Regensburg“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der handliche Flyer listet übersichtlich zahlreiche Orte, an denen Kinder gewickelt oder gestillt werden können, auf und will dazu beitragen, Familien mit Babys und Kleinkindern ihren Aufenthalt in der Stadt stressfreier zu gestalten

„Mit Kind unterwegs – Wickel- und Stillmöglichkeiten in Regensburg“ wurde in der Neuauflage nicht nur aktualisiert, sondern auch mit einer Karte unter www.regensburg.de/wickeln-stillen hinterlegt. Nächstgelegene Wickel- und Stillmöglichkeiten können so auch online über Smartphone oder Tablet aufgerufen werden.

 

Hintergrund

Einer der Gründe für die Neuauflage des Flyers „Mit Kind unterwegs – Wickel- und Stillmöglichkeiten in Regensburg“ war eine Frage, die vor einiger Zeit in den lokalen Medien diskutiert wurde: Dürfen Mütter in der Öffentlichkeit stillen?

Eine stillende Mutter war in einem Regensburger Café aufgefordert worden, das Stillen zu unterlassen oder das Lokal zu verlassen. Eltern, die mit ihren Kindern das Café ebenfalls besuchten und Lehrer einer angrenzenden Schule hatten sich beschwert, da sie es für unzumutbar hielten, dass die Kinder ständig mit stillenden Müttern konfrontiert wurden.

In Regensburg führte das zwar nicht wie in Kopenhagen zu öffentlichen Protesten und einer Demo mit 1500 stillenden Frauen auf dem Rathausplatz, aber zu einer eindeutigen Stellungnahme von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs: „Stillen ist das Natürlichste auf der Welt. Nackte Haut ist in der Werbung etwas ganz Alltägliches. Warum stillende Mütter in der Öffentlichkeit Empörung hervorrufen, verstehe ich überhaupt nicht.“

 

Einstellung in Regensburg überwiegend positiv

Der Deutsche Hebammenverband fordert seit Jahren rechtliche Regeln zum Schutz des Stillens in der Öffentlichkeit, wie es sie in Schottland oder Australien bereits gibt. Eine Online-Petition verzeichnete bisher jedoch nur wenig Resonanz, wodurch Besitzer von Gaststätten oder Läden mit ihrem Hausrecht das Stillen weiterhin verbieten können.

In Regensburg ist die Einstellung zu diesem Thema aber überwiegend positiv, wie die stetig ansteigende Zahl der an der Initiative beteiligten Einrichtungen und Geschäfte, Cafés, Restaurants oder Tankstellen zeigt. Sie zeigen ein großes Interesse daran, mit dem eigenen Serviceangebot einen Beitrag zu einer frauen-, kinder-, und familienfreundlichen Stadt zu leisten und Regensburg attraktiv für alle Altersgruppen zu gestalten. Das große Angebot bringt außerdem zum Ausdruck, dass Frauen nicht dadurch diskriminiert werden, dass sie zum Stillen in die Wickelräume verwiesen werden, die fast ausschließlich in den WCs zu finden sind.

 

pm