Nach Messerattacke: Anklage versuchter Mord

Die Regensburger Staatsanwaltschaft hat nach der Messerattacke auf dem Regensburger Kassiansplatz (29. März) einen jungen Mann angeklagt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, trotzdem geht man momentan davon aus, dass der mutmaßliche Täter schuldunfähig ist.

Am 29. März 2017 war ein 28-Jähriger auf dem Kassiansplatz mit einem Messer attackiert und niedergestochen worden. Offenbar hatte der Täter sein Opfer völlig wahllos ausgesucht. Der Täter konnte bereits kurz nach der Tat durch die Mithilfe von Passanten verhaftet werden. Schnell war klar, dass es sich bei dem Verhafteten um einen jungen Mann aus Syrien handelt, der seit 2013 als Asylbewerber in Deutschland lebt. Bereits in der ersten Mitteilung der Polizei war die Rede von ersten Ermittlungen, die auf eine psychische Erkrankung des Mannes hindeuten.

Video: Anklage nach Messerattacke

 

Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus?

Ob der junge Mann wirklich schuldunfähig ist, oder nicht, wird sich laut Staatsanwaltschaft Regensburg erst bei einem Prozess klären. Erst ein Urteil kann endgültige Klarheit schaffen. Momentan geht man aber erst einmal von der Schuldunfähigkeit aus. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft bereits im August ein sogenanntes Sicherungsverfahren beantragt - im Endeffekt der Antrag auf eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Als Straftat legt die Staatsanwaltschaft trotzdem versuchten Mord zugrunde. Wann der Fall vor Gericht verhandelt wird, kann man heute noch nicht sagen.

 

Passantin half dem Opfer: Auszeichnung

Nicht nur der Täter wurde Ende März von Passanten gestoppt, auch das Opfer bekam schnell Hilfe. Ramona Fenk half dem schwer verletzten Mann. Dafür wurde sie zusammen mit anderen Bürgern am Dienstag (12.9) mit der Courage-Medaille 2017 ausgezeichnet. Innenminister Joachim Herrmann überreichte die Auszeichnung persönlich:

MF