Nach der Festwoche: Further Polizei zieht Bilanz

Eine Menge Arbeit gab es für die Beamten der Polizeiinspektion während der Festwoche. Zwei Schwerverletzte waren das Ergebnis von körperlichen Auseinandersetzungen. Mehrere betrunkene Kraftfahrer wurden aus dem Verkehr gezogen. „Bis auf die Körperverletzungsdelikte sind wir mit dem Gesamtverlauf der Festwoche bei der großen Anzahl der Besucher aus polizeilicher Sicht durchaus zufrieden“, fasste der Leiter der Polizei Furth im Wald, Polizeioberrat Manfred Brückl, zusammen.

Spektakulärer Einsatz: Flüchtiger springt mit Auto über Chamb 

In diesem Jahr mussten die Beamten vier alkoholisierte Kraftfahrer aus dem Verkehr ziehen, dreimal lag der Alkoholgehalt dabei über 1,1 Promille und die Betroffenen mussten gleich ihre Führerscheine abgeben. Spektakulär war die Flucht eines jungen Kraftfahrers vor der Polizei. Dieser landete nach einem Sprung mit seinem Fahrzeug über die Chamb an der Uferböschung. Er konnte anschließend festgenommen werden. In einem weiterem Fall wurde eine Trunkenheitsfahrt verhindert und dem alkoholisierten Autofahrer der Schlüssel abgenommen.

Keine größeren Unfälle 

Im Verkehrsbereich ereigneten sich keine schweren Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Festgeschehen. Lediglich vier Kleinunfälle mussten aufgenommen werden. Vor dem historischen Festzug schleppte man zwei Pkw ab, da diese behindernd im Aufstellungsbereich parkten. Während der Festwoche verteilten die Beamten auch dieses Jahr wieder zahlreiche Verwarnungen, da Halte- oder Parkverbote schlichtweg ignoriert werden, obwohl genügend zusätzliche Parkplätze ausgewiesen waren.

Schlägereien: Alle Täter gefasst 

Hautsächlich in den beiden Freinächten kam es zu insgesamt sieben Körperverletzungsdelikten. Hauptbeteiligt an den beiden Delikten mit den Schwerverletzten war auch ein Angehöriger der Security. Er versetzte einmal nach einem Platzverweis einem Geschädigten vor der Festhalle einen massiven Faustschlag. Dadurch ging dieser zu Boden und schlug mit dem Kopf auf das Pflaster. Eine schwere Verletzung war die Folge. Bei einem anderen Einsatz in einer Diskothek wurde einem jungen Mann ein Arm gebrochen und ihm weitere diverse Verletzungen zugefügt. Alle Fälle wurden aufgenommen, alle Beteiligten sind bekannt. Zur Klärung der genauen Abläufe sind jedoch noch umfangreiche Vernehmungen erforderlich. Bei mehreren körperlichen Auseinandersetzungen spielte natürlich auch die Alkoholisierung der Beteiligten eine bedeutende Rolle.

Besucher gingen körperlich gegen Polizeibeamte vor 

Auch heuer mussten die eingesetzten Polizeikräfte wieder feststellen, dass die Hemmschwelle gegen Polizeibeamte vorzugehen weiter gesunken ist. So kam es nach der 2. Freinacht zu Widerstandshandlungen, als die Polizei den Streit von zwei Betrunkenen schlichten wollte. Diese weigerten sich, ihre Personalien anzugeben. Als ihnen die Gewahrsamnahme  erklärt wurde, gingen sie körperlich gegen die Beamten vor. Zudem fielen massive verbale Beleidigungen. Ausdrücke wie „Bullenschweine, Wichser, Arschlöcher oder Spastis“ sind hier an der Tagesordnung. Bei einem dieser Einsätze erlitt ein Beamter eine Handverletzung.

Weitere vier Einsätze waren wegen volltrunkener Personen erforderlich. Diese wurden anschließend zumeist vom BRK versorgt.

Zwei Fälle von Fundunterschlagung (1x Geldbörse mit 600 Euro Inhalt)  und eine Sachbeschädigung (Autoantenne abgebrochen) waren noch zu bearbeiten. Zudem wurden noch fünf Fund-und Verlustsachen angezeigt.

Polizei stellt Festbesuchern ein gutes Zeugnis aus 

Dem Großteil der Festbesucher und besonders den Besuchern des Cave Gladiums stellt die Further Polizei wieder ein hervorragendes Zeugnis aus. Es wurde friedlich gefeiert, ohne dass übermäßige Aggressionen im Spiel waren. „Dass einige Besucher natürlich infolge ihres übermäßigem Alkoholkonsums auffallen und polizeiliche Einsätze bedingen, liegt bei einem Fest dieser Größenordnung in der Natur der Sache und ist wohl nie ganz zu verhindern“, so der Further Polizeichef abschließend.

Die Polizei bedankt sich beim Veranstalter, bei den Sicherheitsbehörden, beim Veranstalter des Cave Gladiums, bei den Feuerwehren, beim städtischen Bauhof, beim BRK und bei den übrigen Organisation für die kooperative Zusammenarbeit während der Festwoche.

MK/ pm