Mit Ex-Freundin absichtlich gegen Baum gefahren – Mann erhält Lebenslänglich

In Regensburg ging es heute vor dem Landgericht um einen spektakulären Unfall bei Schierling. Ein heute 49 Jahre alter Mann ist damals mit seinem Auto gegen einen Baum gefahren. Als Beifahrerin war seine ehemalige Lebensgefährtin mit im Auto. Beide überlebten den Unfall schwer verletzt.

Der Mann wurde heute zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Hinzu kommt noch gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Das Gericht ordnete gegen dem Mann aßerdem Sicherungsverwahrung an. Zusätzlich wurde der 49-Jährige heute zu 50.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hat lebenslange Haft wegen versuchten Mordes und die Festellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert.

Nach Überzeugung des Staatsanwalts hatte der Angeklagte es nicht verkraftet, dass die 44-Jährige sich kurz zuvor von ihm getrennt hatte. Zwischen Siegenburg und Schierling (Landkreis Regensburg), wo das Paar gelebt hatte, war der Mann an Dreikönig ungebremst gegen einen Baum gefahren. Die Frau auf dem Beifahrersitz überlebte den Unfall mit schwersten Verletzungen.

Videos: Prozess nach Crash bei Schierling

Videos: Wir haben bereits mehrmals aus Regensburg berichtet: Im Prozess wird dem Angeklagten vorgeworfen, absichtlich gegen den Baum gefahren zu sein.

 

Angeklagter war bereits früher im Gefängnis

Aus Sicht des Verteidigers wäre höchstens eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags infrage gekommen. Ein konkretes Strafmaß nannte der Anwalt nicht.

Der Angeklagte hatte bereits wegen einer ähnlichen Tat im Gefängnis gesessen. Er wurde im Jahr 2004 im österreichischen Graz wegen vorsätzlicher Tötung seiner Verlobten zu 20 Jahren Haft verurteilt. Abgeschoben in sein Heimatland Ungarn wurde er dort im März 2015 vorzeitig entlassen. Wenige Wochen später zog er nach Deutschland.

 

Heute (15.11) sehen Sie mehr zum Prozess aus Regensburg. Ab 18:00 Uhr senden wir den Bericht in unserem TVA Journal (Auch im Livestream).

dpa/MF