Mit erschlichenen Kontodaten Abbuchungen getätigt

Am Mittwoch, gegen 08.30 Uhr, erhielt eine 55-jährige Frau aus Kelheim einen Anruf von einer englisch sprechenden Person. Die Person erklärte der Frau, dass sie den PC einschalten solle, da dort schädliche Daten seien. Als die Frau ihren Computer einschaltete erschien eine Datei, welche nicht ihr gehörte. Der englisch sprechende Mann am anderen Ende des Telefons erklärte der Frau, dass die schädlichen Dateien entfernt werden könnten in dem sie seinen Anweisungen folge. Die Frau musste dann verschiedene Vorgänge am Computer tätigen. Anschließend erklärte ihr der Mann, dass dies 10 Euro kosten würde und er nun die Daten ihrer Kreditkarte benötige. Auch diese gab die Frau weiter.  Der Mann erklärte ihr weiter, dass es zwei bis drei Stunden dauern würde, bis die Datei wieder in Ordnung sei. Später stellte die Frau fest, dass mehrere Überweisungsaktionen auf ihrem Konto getätigt wurden. Da erkannte die Frau, dass sie einem Betrüger aufgesessen war, weshalb sie sofort ihre Karte sperren ließ und bei der Polizeiinspektion Kelheim Anzeige wegen Datenveränderung und Computerbetrug erstattete. Wie viel der unbekannte Täter abgebucht hat, müssen die weiteren Ermittlungen erst noch ergeben.
 
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass dies zur Zeit eine gängige Betrügermasche ist. Die Geschädigten kommen im Regelfall einen Anruf von einer englischsprechenden Person welche darauf hinweist, dass im Computer schädliche Daten vorhanden seien. Man bekommt dann die Anweisung verschiedene Klicks durchzuführen. Im Anschluss wird verlangt, die Bankkontodaten oder Kreditkartendaten einzugeben. Dies führt dann dazu, dass es dem unbekannten Täter möglich wird, Überweisungen von einem Konto des Geschädigten zu tätigen.
 
 
pm