Mehr als 9000 Menschen in Bayerns Ankerzentren

9090 Menschen haben Anfang März in einem der sieben bayerischen Ankerzentren oder einer der 19 zusätzlichen Unterkünfte gelebt. Dies geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarischen Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Mit 1458 Bewohnern wies dabei das Ankerzentrum in Bamberg die höchste Belegung auf. Aufgeschlüsselt nach Bezirken lebten die meisten Asylbewerber und Flüchtlinge in Oberbayern (3269), gefolgt von Oberfranken (1458), Mittelfranken (1236), Schwaben (1003), Oberpfalz (855), Unterfranken (755) und Niederbayern (514). Mit Blick auf die Herkunftsländer liegt Nigeria vor dem Irak, der Türkei und Russland.

Die Zahl der Asylbewerber in Bayern sei weiterhin hoch und ein Ende der Einwanderung über das Asylrecht nicht in Sicht, sagte AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner. «Besonders augenfällig ist der hohe Anteil mutmaßlicher Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika sowie aus Ländern, in denen kein Krieg oder Bürgerkrieg herrscht.» In Syrien und dem Irak sei der Bürgerkrieg mittlerweile beendet, so dass eine zügige Rückführung von Flüchtlingen erfolgen könne.

Die ersten Ankerzentren waren im August 2018 in Bayern gestartet. Ziel des Bundes ist es, die Asylverfahren durch kurze Behördenwege dort schneller abschließen zu können – sei es mit einer Abschiebung oder einer Bleibegenehmigung. Anker ist eine Abkürzung und steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung).

dpa