Regensburg: Mahnwache vor Synagoge

Nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle an der Salle hat die deutsch-israelische Gemeinschaft gestern zu einer Mahnwache aufgerufen.

Etwa 300 Menschen haben sich deshalb gestern Abend mit Kerzen und Blumen solidarisch vor die Regensburger Synagoge gestellt.

Viele Regensburger Politiker, darunter Bürgermeister Jürgen Huber, Joachim Wolbergs und Astrid Freudenstein, haben sich daran beteiligt.

Der Sprecher der Deutsch-Israelischen Gemeinschaft, Thomas Rudner, hat Kritik an der Regensburger Polizei geübt. Einen Tag nach dem Angriff in Halle, sei es für ihn unverständlich, dass die Polizei keine ununterbrochene Präsenz vor dem Gemeindezentrum gezeigt habe. Er fodert daher mehr Polizeipräsenz für alle jüdischen Einrichtungen in ganz Bayern. Des Weiteren wirft er AfD-Politikern vor, die Saat des Hasses zu streuen, die am Ende in solchen Taten aufgehen.

Ihm sei es wichtig, dass sich die Menschen solidarisch zeigen.

Nach der Rede haben die Teilnehmer der Mahnwache eine Kette gebildet und für einige Minuten geschwiegen.