Ostbayern in 100 Sekunden vom 31.01.2013

Nach dem tödlichen Streit in Neumarkt in der Oberpfalz hat die Familie der Opfer schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. “Den Beamten sei die Gefährlichkeit des 43-jährigen Schwiegersohns bekannt gewesen“, das behaupten jetzt der Sohn und Bruder der beiden Todesopfer. Wie die Polizei Oberpfalz mitteilte, nimmt man die Vorwürfe sehr ernst. Die Polizei werde sich die Zeit nehmen, die Anschuldigungen aufzuklären. Am Dienstag waren die Leichen eines 65-Jährigen und dessen 26 Jahre alten Sohnes gefunden worden. Der Schwiegersohn steht im Verdacht, die Beiden ermordet zu haben.

 

 

Seit der vergangenen Woche musste sich ein 70-jähriger Arzt vor dem Regensburger Landgericht verantworten. Die Vorwürfe unter anderem: zehnfacher versuchter Mord und schwere Brandstiftung. Er sollte versucht haben im Juli 2010 ein Anwesen in Beratzhausen anzuzünden, um die darin schlafenden Bewohner zu töten. Doch im Verlauf des Prozesses konnten die Vorwürfe laut Medienberichten entkräftet werden, der Mann wurde freigesprochen. Vielmehr scheint ein Anderer versucht zu haben, dem Arzt die Tat in die Schuhe zu schieben.

 

Das Volksbegehren gegen Studiengebühren in Bayern war erfolgreich. Insgesamt haben sich im Freistaat 14,7 Prozent der Wahlberechtigten in die Listen eingetragen. Spitzenreiter in Ostbayern ist die Stadt Regensburg. Hier sprachen sich 16,3 Prozent für eine Abschaffung aus. Aber auch in den ostbayerischen Landkreisen trugen sich genügend Wahlberechtigte in die Unterschriftenlisten ein. Jetzt ist es am Landtag, die Studiengebühren abzuschaffen. Tut er das nicht, kommt es im Sommer oder im Herbst zum Volksentscheid.

 

Baumrodungen an den Donaudämmen in Regensburg erregen zur Zeit die Gemüter. Das Abholzen sei zur Ertüchtigung des Hochwasserschutzes nötig, weitere Rodungen von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bereits angekündigt. Jetzt fordert die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Margit Wild einen runden Tisch, zusammen mit Naturschutzverbänden, den beteiligten Ämtern und den betroffenen Bürgern.

 

31.01.2013/TaH