Ostbayern in 100 Sekunden vom 29. September

 

Im Skandal um salmonellenverseuchte Eier aus Aiterhofen bleibt der ehemalige Geschäftsführer der Firma Bayern-Ei weiter in Untersuchungshaft. Der Grund: Das Landgericht Regensburg hat die Haftbeschwerde des 44-Jährigen abgewiesen. Laut Erklärung bestünde Flucht- und Verdunklungsgefahr. Der ehemalige Geschäftsführer kann die Entscheidung des Landgerichts Regensburg jetzt vor dem Oberlandgericht Nürnberg anfechten. Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt von März bis Dezember 2014 die fortlaufende Auslieferung von Eiern unter der Qualitätsbezeichnung Güteklasse A veranlasst zu haben, obwohl in den Produktionsstätten immer wieder Kontaminationen mit Salmonellen nachgewiesen worden waren. Im Folge des Verzehrs sollen in Österreich 78 Personen an Infektionen mit Salmonellen erkrankt sein, in einem Fall mit tödlichem Verlauf.“

 

Mit mehreren Spitzenvertretern der bayerischen Politik war Abensbergs Bürgermeister und Gemeindetagspräsident Uwe Brandl gestern in Berlin. Thema: Die Flüchtlingskrise. In einem mehrstündigen Gespräch stellten die Politiker der Bundeskanzlerin Angela Merkel die tatsächliche Lage im Freistaat dar. Während des Gesprächs hörte die Kanzlerin nachdenklich zu, so Brandl, der ein zufriedenes Fazit zieht. Angela Merkel nehme die Sorgen ernst und versichere, unter anderem, dass den Kommunen finanziell unter die Arme gegriffen wird. Zudem sollen Verfahren gegen nicht anerkannte Asylbewerber beschleunigt werden, sodass diese zügig in ihre Heimatländer zurückgeführt werden können.

 

 

Das Bistum Regensburg plant weitere 150 Plätze für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dazu würden im Moment passende Immobilien besichtigt, heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums.

Momentan leben bereits 230 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in katholischen Einrichtungen im Bistum Regensburg, 150 davon in Einrichtungen der katholischen Jugendfürsorge. Darüber hinaus werde das Bistum, auch im Hinblick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit, mit Hochdruck alle Möglichkeiten prüfen, um Flüchtlingen eine vorübergehende Bleibe in kirchlichen Räumen zu bieten, so ein Sprecher des Bistums gegenüber TVA