Ostbayern in 100 Sekunden vom 29. Juli 2016

Der sogenannte „Joggerinnen-Mörder“ bekommt vom Freistaat Bayern keinen Schadenersatz für seine nachträglich angeordnete Sicherungsverwahrung. Das Landgericht Regensburg wies eine Klage des Mannes heute zurück. Auch nach den neuen, strengeren Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sei die Unterbringung des Mannes rechtskonform, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Der 38-Jährige hatte vom Freistaat 44 500 Euro verlangt. Im Alter von 19 Jahren hatte er im Sommer 1997 eine Joggerin im niederbayerischen Kelheim erwürgt und sich anschließend an der Leiche vergangen. Nach Verbüßung der kompletten Jugendstrafe von zehn Jahren hatte das Landgericht Regensburg 2008 nachträglich eine Sicherungsverwahrung verhängt. Der Mörder ist noch immer in der Sicherungsverwahrung untergebracht.

 
Die Regensburger Stadträtin Tina Lorenz von der Piratenpartei ist gestern Abend aus der Regierungskoalition im Regensburger Stadtrat ausgetreten. Nach reiflicher Überlegung habe sie sich dazu entschlossen, weil sie keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sehe, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob die Spendenaffäre um Oberbürgermeister Wolbergs und Diskussion um die Besetzung des Aufsichtsrates im Stadtbau die Gründe für ihren Austritt sind – ist noch unklar. Lorenz wird ihre Arbeit im Stadtrat ab sofort als fraktionslose Einzelstadträtin fortsetzen.

 

 

Die Prognose für die Hopfenernte in diesem Jahr fällt deutlich besser aus als im Jahr zuvor. Wie der Verband Deutscher Hopfenpflanzer mitgeteilt hat, soll die Erntemenge in ganz Deutschland von 28.000 Tonnen im letzten Jahr auf 36.000 Tonnen steigen. Die idealen Wetterbedingungen mit geringer Hitze und ausreichend Feuchtigkeit sind die Gründe für die gute Prognose. Die Hallertau ist das größte Hopfenanbaugebiet Deutschlands – mehr als 80 Prozent des deutschen Hopfens wachsen dort.