Ostbayern in 100 Sekunden vom 28. Juli

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli auf etwa 236.400 gestiegen. Damit waren laut Bundesagentur für Arbeit knapp 2.500 Menschen mehr erwerbslos als im Juni. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat ist aber laut Arbeitsagentur für diese Jahreszeit üblich, da sich im Sommer besonders viele Schulabgänger vorübergehend arbeitslos melden.
In Ostbayern gibt es in Kelheim kaum Veränderungen zum Vormonat, In Cham sind etwas weniger Menschen arbeitslos als noch im Juni. In Regensburg sind 52 Menschen ohne Arbeit neu in die Statistik aufgenommen worden, im Landkreis Regensburg waren es 38.

 

Noch immer befindet sich eine Gruppe Flüchtlinge aus Balkanländern in einem Regensburger Pfarrheim. Nachdem gestern Generalvikar Michael Fuchs die Gruppe aufgefordert hatte, das Pfarrheim zu verlassen, wollen die Flüchtlinge über diese Forderung nachdenken. In der Gruppe gibt es offenbar unterschiedliche Ansichten, was das Ausharren im Pfarrheim angeht.  Die Regensburger Polizei bestätigte heute, dass noch keine Anzeige des Bistums vorliegt. Auch falls eine Anzeige vorliegt, will man nicht sofort räumen. Die Flüchtlingsgruppe hatte vor Wochen den Regensburger Dom besetzt. Sie fordert ein Bleiberecht in Deutschland.

 

In dieser Woche wurden Informationstafeln am ehemaligen KZ-Außenlager in Saal an der Donau eingeweiht. Bürgermeister Christian Nerb hat dafür auch den ehemaligen KZ-Häftling Jakob Haiblum aus Israel eingeladen. Der 90-Jährige war zwei Monate lang in diesem Lager. In seiner Rede schilderte er seine schrecklichen Erlebnisse: Er hätte nie daran geglaub, zu überleben.
Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs war etwas außerhalb der Ortschaft Saal ein KZ-Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. 700 Häftlinge wurden gezwungen Bauarbeiten im Ringberg zu verrichten. Ziel der Nazis war es, die Messerschmitt-Fertigung untertage zu verlagern.