Ostbayern in 100 Sekunden vom 21. Juni

Der Güterumschlag in den bayerischen Häfen ist im ersten Quartal des Jahres um 13 Prozent gesunken. Diese Zahl teilt das bayerische Landesamt für Statistik mit. Der Güterumschlag an der Donau ging sogar um fast ein Viertel zurück. Einer der umschlagsstärksten Häfen in der Region war Regensburg mit 0,29 Millionen Tonnen. Auch für Regensburg meldet das Landesamt einen Rückgang des Güterumschlags von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings gibt die Bayernhafen-Gruppe zu diesen Zahlen zu bedenken, dass sie nur den Wasserseitigen Umschlag eines Hafens abdecken. Im Hafen Regensburg wurden im vergangenen Jahr per Bahn 1,98 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, per Schiff waren es 1,6 Millionen Tonnen. In Regensburg wären zum Beispiel Erd- und Mineralöl größtenteils mit der Bahn transportiert worden.

 

Die hohe Nachfrage nach dem neuen BMW X1 hat im Regensburger BMW Werk für viel Arbeit gesorgt. Das Werk sei so stark ausgelastet wie noch nie, teilt die BMW Group mit. Jetzt werde deshalb ab Sommer eine Nachtschicht für die Montage eingeführt. Eine solche Schicht hatte es zumindest in der Montage bei BMW am Standort Regensburg zuvor noch nicht gegeben. Laut BMW soll die Schicht aber eine begrenzte Laufzeit haben.
 

Ein verurteilter Mörder will vom Freistaat Bayern rund 45.000 Euro Schadenersatz für seine nachträgliche Sicherungsverwahrung. In Regensburg wird der Fall derzeit erneut vor Gericht behandelt.

Am Montag bescheinigte ein Gutachter dem Mann vor dem Regensburger Landgericht „Sexuellen Sadismus mit überdauerndem Charakter“. Es ist das zweite Gutachten im aktuellen Prozess, das Erste hatte die Kammer als nicht tragfähig erachtet. Mitte Juli soll ein Urteil fallen. Im Alter von 19 Jahren hatte der Mann 1997 in Kelheim eine Joggerin erwürgt und sich anschließend an der Leiche vergangen. 2008 wurde gegen ihn nachträglich Sicherungsverwahrung verhängt.