Ostbayern in 100 Sekunden vom 13. Juli

Auch zwei Tage nach dem Gefahrstoffaustritt in einer Produktionshalle des Regensburger Infieon-Werks ist die Unfallursache noch unklar. Laut Unternehmenssprecher Georg Forster haben mittlerweile alle betroffenen Mitarbeiter das Krankenhaus verlassen. Wann im betroffenen Bereich wieder gearbeitet wird, ist noch unklar. Man wolle erst das Ergebnis der Ursachenfindung abwarten. Diese gestalte sich allerdings recht komplex. Am Samstag war im Regensburger Infineonwerk während der Frühschicht eine gefährliche Substanz ausgetreten, was einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Notarzt auslöste. 25 Mitarbeiter von Infineon mussten vorsorglich in Krankenhäuser gebracht werden.

Heute hatten Pressevertreter die Möglichkeit, die neue Asylunterkunft in Zeitlarn zu besichtigen. Heute Nachmittag gegen 14 Uhr wird dort ein erster Bus mit rund 50 Flüchtlingen erwartet. Im Laufe der Woche werden weitere Busse eintreffen. Insgesamt sollen durch den Notfallplan Asyl rund 200 Menschen vorübergehend in der Halle untergebracht werden.

Das Gemeindezentrum Zeitlarn wird nach Angaben der Regierung der Oberpfalz voraussichtlich vier bis sechs Wochen lang als Notunterkunft dienen. Nach der Erstuntersuchung durch das Gesundheitsamt und die Registrierung durch die Regierung der Oberpfalz werden die Flüchlinge auf dezentrale Unterkünfte, zum Teil auch in andere Bundesländer verteilt.

In Regensburg wurde am Wochenende die seit 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Odessa gefeiert. Die Feierstunde im alten Rathaus wurde auch vom nach wie vor herrschenden bewaffneten Konflikt in der Ukraine bestimmt. Das Jubiläum der Partnerschaft zwischen den beiden Städten nutzte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auch dazu, Künstler aus der Stadt im Südwesten der Ukraine vorzustellen.