Ostbayern in 100 Sekunden vom 10. Dezember

Kardinal Gerhard Ludwig Müller bestreitet die Vorwürfe, er habe Geld aus einer schwarzen Kasse für private Anschaffungen gebraucht. Das meldet der bayerische Rundfunk. Es gebe im Vatikan keine Ermittlungen gegen ihn, so der mächtige Chef der Glaubenskongregation. Falsch sei ebenfalls, dass er der vatikanischen Buchhaltung Akteneinsicht verweigert habe, so Müller. Im Büro des ehemaligen Regensburger Bischofs sollen 20.000 Euro Bargeld beschlagnahmt worden sein, deren Herkunft nicht geklärt ist. Jetzt ermittelten die Behörden des Kirchenstaats in dieser Sache. Vatikansprecher Federico Lombardi wies eine Verwicklung Müllers zurück.

 

Hauptthema der heutigen Sitzung im Bayerischen Landtag ist der Lebensmittelskandal um die niederbayerische Firma Bayern-Ei.
Salmonellenverseuchte Eier des Unternehmens werden für mehrere Hundert Erkrankungen und mindestens einen Todesfall verantwortlich gemacht. Ein Amtstierarzt des Landratsamts Straubing-Bogen sitzt seit letzter Woche wegen Beihilfe in Untersuchungshaft, weil er Vorschriften umgangen haben soll. Ein weiterer Mitarbeiter soll vom Dienst suspendiert worden sein. Jetzt soll ein externer Ermittler vom Bayerischen Obersten Rechnungshof überprüfen, ob der Fehler möglicherweise im Kontrollsystem liegt.

 

Nach einem Großeinsatz des SEK in Regensburg ist gestern Abend ein Mann verhaftet worden. Am Ende des rund dreieinhalbstündigen Einsatzes ließ sich der 25-Jährige aus dem Landkreis Regensburg widerstandslos festnehmen. Er wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Die Motive lägen im privaten Bereich, die Polizei wollte sich dazu nicht weiter äußern. Er habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, eine Selbstgefährdung und die Gefährdung Dritter waren nicht auszuschließen. In der umstellten Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusspistole, mehrere Messer und eine Machete.