Ostbayern in 100 Sekunden vom 08. April

Glimpflich ausgegangen ist in der Nacht zum Freitag ein Großeinsatz der Polizei in Furth im Wald. Ein 41-jähriger Mann hatte sich in seiner Wohnung auf dem Marktplatz verschanzt. Nachbarn hatten zuvor die Polizei gerufen, weil er laut herumgeschrien und in der Wohnung randaliert hat. Laut Polizeisprecher Marco Müller, soll auch eine Axt mit im Spiel gewesen sein. Aufgrund dieser Gefährdungslage, entschied sich die Polizei, ein SEK-Team aus Nürnberg anzufordern. Der komplette Marktplatz der Stadt Furth im Wald wurde durch die Feuerwehr und die Polizei abgesperrt. Gegen 1.00 Uhr morgens stürmte das SEK-Team dann die Wohnung des Mannes und nahm ihn fest. Dabei erlitt er eine Platzwunde am Kopf.

 

Seit März kommen deutlich weniger Asylbewerber nach Niederbayern. Die Regierung von Niederbayern reagiert jetzt darauf und baut Notunterkünfte ab. Es wurden schon Unterkünfte in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau geschlossen, wenn die Zahlen anhaltend niedrig bleiben soll es weitergehen. Laut Regierung von Niederbayern könnten dann zum Beispiel die Notunterkunft der Stadt Straubing, sowie die Notunterkünfte in Bogen und Mainburg folgen. Die momentan noch in den Notunterkünften lebenden Asylbewerber werden in andere Unterkünfte verlegt

 

 

Die Polizei in Niederbayern berichtet von einem Rekordjahr für die Schleierfahnder im Bezirk. Vor allem die Flüchtlingsproblematik und die Jagd nach Schleusern an der Grenze hätten für viele Einsätze gesorgt. 2015 wurden im Bereich der Schleierfahnder mehr als 13.500 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt. Im Vergleich zu 2014 bedeutet das eine Steigerung um das Zehnfache. Aufgrund der Flüchtlingsproblematik hätten die Beamten auch ihre eigentliche Fahndungstätigkeit stark beschränken müssen, berichtet die Polizei.