Ostbayern in 100 Sekunden vom 04. Dezember

In der Salmonellen-Affäre um das Unternehmen Bayern-Ei ist gestern ein Kontrolleur des zuständigen Landratsamtes festgenommen worden. Seine Dienststelle, das Landratsamt Straubing-Bogen, wurde durchsucht. Dem Mann werde Pflichtverletzung und Beihilfe vorgeworfen, so die Regensburger Staatsanwaltschaft. Bereits im August war der Geschäftsführer von Bayern-Ei verhaftet worden. Dem 44-Jährigen wird gefährliche Körperverletzung in 77 Fällen und ein Fall von Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Zudem wird gegen ihn wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 256 Fällen ermittelt. Bayern-Ei soll mehrfach mit Salmonellen verseuchte Eier verkauft haben. Laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft erkrankten allein in Österreich insgesamt 78 Menschen an einer Magen-Darm-Entzündung. Ein 94-Jähriger starb.

 

In der Oberpfalz werden seit gestern Flüchtlinge aus dem Westbalkan nach Bamberg in das so genannte Rückführungszentrum gebracht. Rund 1.500 Menschen sind davon betroffen. Von Bamberg aus werden Migranten aus sicheren Herkunftsländern in ihre Heimat zurückgeschickt. Der Platz werde für Flüchtlinge auf Kriegsgebieten gebraucht, so die Regierung. Die Maßnahme soll auch ein Signal an die Menschen in den Heimatländern sein, dass es keinen Sinn mache, nach Deutschland zu kommen. In Regensburg war die Maßnahme von Protesten begleitet.

 

Das Rote Kreuz in Regensburg versorgt bedürftige Menschen mit Weihnachtspäckchen. 350 Weihnachtsüberraschungen sind von verschiedenen Kindergärten und Kitas sowie Schulen gepackt worden. Darin finden sich Lebensmittel, Backzutaten und Süßigkeiten. Die Aktion gibt es bereits seit 19 Jahren.