Die Synagoge in Straubing

1906 erwarb der Synagogenbauverein einen Baugrund in der Wittelsbacherstraße. Am 4.9.1907 wurde an der Wittelsbacher Straße 2 die Synagoge eingeweiht, ein eindrucksvoller Bau der späten Gründerzeit im neoromanischen Stil, entworfen und errichtet von der Straubinger Baufirma Dendl. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 lebten die jüdischen Straubinger einträchtig mit ihren Mitbürgern zusammen. Mit der sogenannten „Reichskristallnacht“ begann der systematische Terror des Hitler-Regimes. Dass die Synagoge heute steht  – und 1938 nicht verbrannt wurde – grenzt an ein Wunder. Bei den November-Pogromen 1938 wurde die Synagoge der Jüdischen Gemeinde jedoch von SA-Männern völlig verwüstet und Kultgegenstände entwendet. Um Interessierten das Judentum näher zu bringen, gibt Alla Perelman ehrenamtlich Führungen in der Synagoge. Vor allem der jungen Generation soll so das jüdische Straubing erklärt werden.