Bayern Ei-Prozess: weitere Betroffene sagen aus

Es ist ein Mammutprozess, dessen Ende noch nicht wirklich abzusehen ist: der Fall Bayern Ei. Er wird seit Ende September vor dem Regensburger Landgericht verhandelt. Der Fall ist sehr komplex, dem Angeklagten Stefan P. werden gleich mehrere Straftaten vorgeworfen. Und die müssen nach und nach abgearbeitet werden.

2014 sind 187 Menschen an Salmonellen erkrankt. In Österreich gab es 95 Erkrankungen, in Deutschland 86 und in Frankreich sechs. Ein Österreicher soll daran gestorben sein. Die Betroffenen sollen sich über die Eier der Firma Bayern Ei infiziert haben. Konkret geht es um die Niederlassungen in Aiterhofen im Landkreis Straubing-Bogen und in Ettling im Landkreis Dingolfing-Landau. Stefan P. soll von der Salmonellenseuche in seinem Betrieb gewusst, die Eier aber trotzdem ausgeliefert haben. Er muss sich deshalb wegen Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Außerdem wirft ihm die Staatsanwaltschaft gewerbsmäßigen Betrug und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. In seiner Farm in Ettling soll er nämlich 36.000 Hühner mehr gehalten haben als erlaubt.

Kurz vor Weihnachten hatte eine erste Betroffene ausgesagt und über ihre Salmonellen-Erkrankung gesprochen. Heute sind dann vier weitere Betroffene befragt worden.