1 Jahr vor Kommunalwahl in Regensburg

15.03.2013 – Themen und Kandidaten der Stadt Regensburg

Diese Woche haben wir die Kommunalpolitik in Ostbayern ein Jahr vor der Kommunalwahl beleuchtet. Als Letztes stellen wir heute die Situation in Regensburg vor. Hier wird die Oberbürgermeisterwahl nächstes Jahr besonders spannend werden. Der bisherige Oberbürgermeister Hans Schaidinger tritt nämlich nicht mehr an. (Graphik wie sonst immer)

Zunächst wagen wir aber einen Blick zurück zur letzten Stadtrats- und Oberbürgermeisterwahl in Regensburg vor fünf Jahren. Die hatte es nämlich auch schon in sich: Sie bedeutete vor allen Dingen einen erheblichen Dämpfer für die CSU. sie hatte bis dato mit absoluter Mehrheit regiert.

Mit 39,9% und 20 Sitzen blieb die CSU zwar im Jahr 2008 größte Fraktion im Stadtrat. Im Vergleich zur Wahl davor gab es aber fast 15% weniger Wählerstimmen für die CSU. Die SPD konnte 2008 von der Wechselstimmung aber nicht profitieren. Mit 21,5% bekam auch sie einen erheblichen Debkzettel vom Wähler. Mit 11 Sitzen blieben die Sozialdemokraten aber die zweitgrößte Fraktion im Stadtrat. Wie fast überall in Bayern bei der Kommunalwahl und wenige Monate später bei der Landtagswahl waren es die Grünen, die Freien Wähler und die Linke, die vom Frust an der CSU profitieren konnten. Die Linke kam erstmals mit zwei Sitzen in den Regensburger Stadtrat.

Die Schlappe für die CSU machte damals auch die Wahl zum Oberbürgermeister spannend. Seit 1996 sitzt Hans Schaidinger als Oberbürgermeister in der Domstadt fest am Steuer. Vor fünf Jahren musste er sich aber in einer Stichwahl dem SPD-Kandidat Joachim Wolbergs stellen. Amtsinhaber Schaidinger gewann nur mit hauchdünnem Vorsprung. Er musste in eine große Koalition mit der SPD. Schaidinger hat bei der nächsten Wahl die gesetzliche Altersgrenze für Bürgermeister in Bayern erreicht. Das heißt, er darf nicht mehr antreten. (Graphik in Off-Maz bewegt gespeichert)