Mann stirbt nach Auseinandersetzung in Cham

Nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei polnischen Staatsangehörigen in einer Gästepension verstarb ein 64-jähriger Mann am Samstagmittag. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Regensburg erließ am Sonntag Haftbefehl gegen einen 31-jährigen Tatverdächtigen wegen Totschlags.

Über die Rettungsleitstelle erfolgte am Samstag gegen 13:00 Uhr eine Mitteilung an die Polizei über Reanimationsmaßnahmen bei einem Mann in einer Pension. Trotz der ärztlichen Bemühungen verstarb der 64-jährige Pole gegen 13:30 Uhr. Im Zuge erster Abklärungen zu den Geschehnissen durch die Polizeiinspektion Cham ergaben sich Hinweise auf eine Auseinandersetzung und ein mögliches Gewaltdelikt. Daraufhin wurde ein ebenfalls in der Pension anwesender Landsmann des Verstorbenen, der offensichtlich erheblich unter Alkoholeinfluss stand, festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm die weitere Sachbearbeitung. Kriminalbeamte des für Gewaltdelikte zuständigen Kommissariats K 1 und Spezialisten der Spurensicherung begaben sich unmittelbar zum Tatort und begannen mit Befragungen und Vernehmungen sowie der Tatortarbeit.

Noch in den späten Nachmittagsstunden machten sich auch Vertreter von Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizin ein Bild zu den Ereignissen am Tatort. Zur Klärung der genauen Todesursache wurde für Sonntagvormittag eine rechtsmedizinische Untersuchung des Leichnams in Erlangen angeordnet. Diese zeigte als vorläufiges Ergebnis, dass der Getötete mit hoher Wahrscheinlichkeit erwürgt wurde.

Der festgenommene Tatverdächtige wurde am Sonntagnachmittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Regensburg vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlages. Der 31-Jährige, der den Tatvorwurf bestreitet, wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen zu den noch unklaren Hintergründen der Tat und dem genauen Ablauf der Geschehnisse werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg, durchgeführt.

PM Polizei