Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit in Bayern steigt leicht an

Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen in Bayern stetig gesunken. Doch jetzt ist Schluss damit: Im Juli ist die Arbeitslosenzahl erstmals wieder gestiegen. Doch das soll sich bereits nächsten Monat wieder ändern.

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Derzeit sind knapp 202 600 Menschen im Freistaat ohne Job. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Juni und 0,7 Prozent mehr als im Juli 2018, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Damit steige die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich zum ersten Mal seit September 2014 wieder an. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 2,7 Prozent, das sind 0,1 Punkte mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Quote unverändert.

Der Anstieg im Juli habe traditionell vor allem saisonale Gründe, erläuterte Regionaldirektions-Chef Ralf Holtzwart. „Diese Entwicklung geht vor allem auf die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen zurück. Nach dem Ende des Ausbildungsjahres und des Sommersemesters melden sich viele von ihnen arbeitslos.“ Ab September werde allerdings schon wieder ein Rückgang in dieser Altersgruppe erwartet.

 

Hubert Aiwanger: „Robuster Arbeitsmarkt hält in Bayern an“

„Der bayerische Arbeitsmarkt zeigt sich noch immer äußerst robust, was sehr erfreulich ist“, kommentiert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die heute vorgelegten Arbeitsmarktzahlen für Juli 2019. Nach wie vor hat Bayern mit 2,7 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer. Der Minister erwartet, dass vor allem der Dienstleistungssektor in nächster Zeit den Arbeitsmarkt trägt.

Aiwanger sieht trotzdem Grund zur Wachsamkeit: „Bayerns Industrie ist aufgrund ihrer Exportausrichtung ein sehr guter Frühindikator. Das gibt uns die Chance, auch früher zu handeln, damit wir auch morgen noch einen starken Arbeitsmarkt haben. Vollbeschäftigung ist nämlich kein Selbstläufer.“

Angesichts der derzeitigen politischen Diskussion mahnt der Minister: „Wir brauchen eine gesunde Wirtschaft für eine gesunde Umwelt. Unsere wirtschaftliche Stärke hilft, Zukunftsthemen wie Klima- und Umweltschutz optimal mit innovativer Technik anzugehen. Wir brauchen den Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem und dürfen nicht vergessen, wo unser Wohlstand wurzelt. Nur aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus können wir in den Umweltschutz investieren.“

Kernanliegen Aiwangers sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die mittelständischen Betriebe in Bayern. „Maßnahmen für Digitalisierung und den Klimaschutz stehen oben auf der Agenda, ohne die Existenz unserer heimischen Betriebe zu riskieren.“

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 2,5 Prozent in Schwaben und der Oberpfalz sowie 3,3 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 5 Prozent.

 

Die Zahlen aus Ostbayern für den Juli finden Sie auch im Online-Angebot der Bundesagentur für Arbeit.

 

 

Pressemitteilung dpa / Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie