Landtag: 65 Millionen Euro für Projekte in Regensburg

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat in der Sitzung vom heutigen Mittwoch die Finanzierung von drei wichtigen Projekten in Regensburg beschlossen. Es geht um ein Gesamtvolumen von 65 Millionen Euro. „Ich freue mich sehr, dass der Freistaat diese Gelder bereitstellt. Alleine für den Hochschulstandort Regensburg werden weit über 60 Millionen Euro bereitgestellt. Bildung ist unsere Zukunft und der können wir in Regensburg sehr positiv gegenübertreten“, freut sich die Landtagsabgeordnete Margit Wild. „Auch die Sanierung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist dringend notwendig. Ich habe dies nach meinem letzten Besuch dort schon eingefordert und freue mich, dass jetzt die Maßnahmen beschlossen wurden“.

Konkret hat der Haushaltsausschuss die folgenden drei Projekte beschlossen:

  • 960.000 Euro zur Sanierung des Dienstgebäudes des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • 750.000 Euro zur Erneuerung der Energieversorgung auf dem Campus der Universität Regensburg (1. Teilbaumaßnahme; geschätzte Gesamtkosten: 60 Mio. Euro). Aufbau einer hocheffizienten Niedertemperaturfernwärme mit Gasmotoren-Blockheizkraftwerk (BHKW) umfasst. Im Wesentlichen sollen ein zusätzliches BHKWModul mit einer Leistung von 1,2 MW installiert und zwei neue Niedertemperaturkessel eingebaut werden.
  • 47.600.000 Euro zur Verlagerung der Verwaltung und der Fakultät Architektur der OTH Regensburg vom Standort Prüfeninger Straße an die Seybothstraße. Im Rahmen zweier Teilbaumaßnahmen sollen jeweils ein Gebäude für die Fakultät Architektur für 29.600.000 Euro sowie für die Hochschulverwaltung für 18.000.000 Euro errichtet werden.

 

Auch Staatssekretär Albert Füracker hat die große Investition für die Regensburger OTH begrüßt. In einer Pressemitteilung nennt er vor allem die benötigte Generalsanierung der Campusgebäude als Grund:

Für die Fakultät Architektur und für die Hochschulverwaltung der Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) in Regensburg werden Neubauten errichtet. Durch das starke Wachstum der Hochschule und die begrenzten Erweiterungsmöglichkeiten am Gründungsstandort Prüfeninger Straße wurde zwischenzeitlich ein Großteil der Hochschuleinrichtungen auf dem weitläufigen Universitätscampus angesiedelt. Inzwischen befinden sich nur noch die Hochschulverwaltung und die Fachrichtung Architektur am ursprünglichen Standort. „Die zum Großteil aus den 1950er Jahren stammenden Gebäude bedürften für eine langfristige Weiternutzung einer Generalsanierung. Aus wirtschaftlichen und logistischen Erwägungen soll daher mit den Neubauten eine Zusammenführung der OTH am Campus Seybothstraße/Galgenbergstraße erfolgen. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat jetzt „grünes Licht“ gegeben“, teilte Finanzstaatssekretär Albert Füracker mit.

Damit werden die letzten Einrichtungen der OTH aus der Innenstadt an den gemeinsamen Campus von Universität und Hochschule am Galgenberg verlagert. Zusammen mit den derzeit laufenden Baumaßnahmen für den Fachbereich Informatik und Mathematik, das Gebäude für Technik sowie den Aufbau einer Kälteversorgung investiert der Freistaat Bayern mehr als 117 Millionen Euro am Hochschulstandort Regensburg, merkte Füracker an. Der Haushaltsausschuss hat heute die beiden Neubauten mit Gesamtkosten von 47,6 Millionen Euro gebilligt. 29,6 Millionen Euro davon entfallen auf den Neubau des Gebäudes für die Fakultät Architektur und 18 Millionen Euro auf den Neubau für die Hochschulverwaltung. Mit den Bauarbeiten kann unverzüglich nach dem Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse durch die staatliche Bauverwaltung begonnen werden. Die Immobilien Freistaat Bayern IMBY wird sich rechtzeitig um Nachnutzungs- bzw. Verwertungsmaßnahmen für die dann freiwerdenden Gebäude im Herzen von Regensburg kümmern.

Die OTH Regensburg ist eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Das geplante Gebäude für den Neubau der Fakultät Architektur mit 4.654 m² Nutzfläche erstreckt sich über fünf Geschosse für Hörsäle, Labore und Lehrstuhlbüros. Das neue zentrale Verwaltungsgebäude soll der neue Auftakt der Hochschule werden. Der Verwaltungsbau wird über einen Verbindungsgang direkt an die zentralen Nutzungen Seminargebäude, Mensa und Bibliothek angeschlossen. Der fünfgeschossige Neubau mit 3.106 m² Nutzfläche bietet ausreichend Raum für eine effiziente Hochschulverwaltung. Durch hocheffiziente Wärmerückgewinnung und dem Anbringen von Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern sind jährliche CO2-Einsparungen von rund 41 t möglich.

 

Pressemitteilungen Margit Wild, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat/MF