Landrat a. D. Rupert Schmid verstorben – digitales Kondolenzbuch eingerichtet

Der Landkreis Regensburg hat ein Digitales Kondolenzbuch für den verstorbenen Landrat a. D. Rupert Schmid eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger, die dort Einträge machen möchten, finden es auf der Webseite des Landkreises bei Unser Landkreis/Aktuelles/Digitales Kondolenzbuch.

Bis einschließlich Freitag, 22. Januar, besteht hier die Möglichkeit, sich einzutragen. Die Beiträge werden veröffentlicht und später zusammen mit dem handschriftlich geführten Kondolenzbuch, das vor dem Landratsamt-Haupteingang (Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg) ausliegt, und der über das Landratsamt gesammelten Kondolenzpost an die Familie des Verstorbenen weitergegeben.

Mitteilung Landkreis Regensburg

Hier finden Sie das digitale Kondolenzbuch für Landrat a. D. Rupert Schmid

 

 

Ursprüngliche Nachricht

Rupert Schmid ist am vergangenen Montag im Kreise seiner Familie in Nittendorf verstorben. Der 85-Jährige war zwischen 1978 und 2002 Landrat im Landkreis Regensburg sowie von 1999 bis 2008 Bezirkstagspräsident des Bezirks Oberpfalz. Ab Dienstag liegt im Landratsamt in Regensburg ein Kondolenzbuch für den verstorbenen Landrat aus. 

Das Kondolenzbuch des Landkreises Regensburg für den verstorbenen Landrat a. D. Rupert Schmid liegt ab Dienstag, 12. Januar 2021, bis einschließlich Freitag, 22. Januar, vor dem Haupteingang des Landratsamtes Regensburg auf. Bürgerinnen und Bürger, die dort einen Eintrag machen möchten, können sich zu den üblichen Öffnungszeiten an das Personal beim Haupteingang Altmühlstraße wenden. Ergänzend wird auch auf der Homepage des Landkreises ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet.

Darüber hinaus bietet das Landratsamt an, die Kondolenzpost an die Familie entgegenzunehmen. Diese kann beim Personal am Haupteingang abgegeben werden. Auch kann die Kondolenzpost an die Adresse des Landratsamtes geschickt werden: Frau Heimbke Schmid-Krey, c/o Landkreis Regensburg, Büro der Landrätin, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg.

Das Kondolenzbuch wird im Anschluss an die Auslegung der Familie des Verstorbenen übergeben; die Kondolenzpost wird gesammelt und ebenfalls an die Familie weitergeleitet.

Mit Rupert Schmid verliert die Oberpfalz einen richtungweisenden Denker und Lenker vor und nach der Jahrtausendwende. Am 04.01.2021 verstarb der langjährige Landrat und Bezirkstagspräsident im Alter von 85 Jahren zuhause im Kreise seiner Familie in Nittendorf.

Rupert Schmid wurde 1935 in Regensburg geboren. Nach dem Abitur entschloss er sich zum Jurastudium. Nach Referendarstellen in Berlin und in Speyer kehrte er nach Regensburg zurück, um hier als Rechtsanwalt zu arbeiten. Im Alter von 28 Jahren wechselte er in den Staatsdienst, zuerst im Landratsamt Riedenburg, später im Landratsamt Regensburg. Bereits 1968 wurde ihm unter seinem Amtsvorgänger Leonhard Deininger die Aufgabe des stellvertretenden Landrates übertragen.

1978 wurde Rupert Schmid zum Landrat des Landkreises Regensburg gewählt. In seiner 24-jährigen Amtszeit war er maßgeblich am Bau des Universitätsklinikums beteiligt und hat in einvernehmlicher Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Viehbacher die Voraussetzungen für die Ansiedlung von BMW am Standort Regensburg geschaffen. Zu seinen Erfolgen zählen die Sparkassenfusion, die Installation des Regensburger Verkehrsverbundes und die kontinuierliche Steigerung des Arbeitsplatzangebotes. Der christlich-soziale Politiker und Verwaltungsexperte galt als Vordenker in den Bereichen Umweltschutz und Abfallbeseitigung.

Geordnete Finanzen waren eines der großen Anliegen von Rupert Schmid. Was im Landkreis gelang, konnte er in den Jahren 1999 bis 2008 auch auf den Bezirk anwenden. In seiner Zeit als Bezirkstagspräsident konzentrierte er sich auf die Konsolidierung des Haushaltes und weitere Kernaufgaben wie: Die soziale Sicherung, das Gesundheitswesen, insbesondere in den Bereichen Psychiatrie und Neurologie, sowie die Kulturarbeit.

Das öffentliche Engagement von Rupert Schmid spiegelt sich in mehr als 40 Ehrenämtern und führenden Tätigkeiten verschiedener Verbände wider. Bund, Land, Bezirk, Landkreis und Kommunen würdigten seinen Einsatz mit dem Verdienstkreuz am Bande und dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, dem Bayerischen Verdienstorden, der Bezirksmedaille des Bezirks Oberpfalz und dem Ehrenring des Landkreises Regensburg. Er ist Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Nittendorf und besonders stolz war er auf die Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Wörth an der Donau.

Mit Rupert Schmid verliert die Region einen Mann der leisen, aber nachhaltigen Töne. Er hinterlässt seine Frau Heimbke Schmid-Krey und drei Söhne mit ihren Familien.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Pm Landkreis Regensburg/MS

Trauer um Rupert Schmid: