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Landkreis Schwandorf: Geflügelpest bestätigt – Tiere sollen gekeult werden

Im Landkreis Schwandorf wurde ein Ausbruch der Geflügelpest in einem großen Geflügelbestand amtlich bestätigt worden. Um eine Ausbreitung in der Region zu verhindern, werden von den Behörden vor Ort erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Knapp 50.000 Tiere müssen vorsorglich getötet werden. 

In dem Betrieb in Nittenau wurde am Mittwoch, 3.3.21. ein Vogelgrippe-Fall bestätigt. Die sogenannte aviäre Influenza ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, bei welcher der Staat die Handlungshoheit übernimmt. Um eine Ausbreitung der Geflügelpest auf weitere Nutz- bzw. Haustierbestände in der Region zu verhindern, werden von den zuständigen Behörden vor Ort die gemäß der bundesweit gültigen Geflügelpest-Verordnung erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

"WIMEX ist sich seiner großen Verantwortung auch gegenüber den Verbrauchern und den Menschen in der Region bewusst und jeder weitere Schritt im Zuge der Tierseuche erfolgt nun in enger Abstimmung mit den Behörden." - Pressemitteilung WIMEX

 

Die Keulung soll im Laufe des Freitags stattfinden. 

Nittenau: Vogelgrippe nachgewiesen - 50.000 Tiere werden gekeult

 

 

Bayernweite Stallpflicht in Risikogebieten

Zum Schutz der bayerischen Geflügelbestände soll bayernweit eine Stallpflicht in Risikogebieten angeordnet werden. Das hat das Bayerische Umweltministerium heute aufgrund einer Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veranlasst. Hintergrund ist die Ausbreitung der Geflügelpest (HPAI) – auch Vogelgrippe genannt – in der Wildvogelpopulation. Durch die Stallpflicht und die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden. Details und erforderliche Maßnahmen werden von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden vor Ort durch eine Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Dabei werden unter anderem die geographischen Gegebenheiten wie zum Beispiel bekannte Sammelplätze von durchziehenden Wildvögeln sowie Rast- und Ruheplätze an oder in der Nähe von Gewässern sowie die bestehende Geflügeldichte berücksichtigt. Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

Seit Herbst 2020 breitet sich die Geflügelpest bundesweit aus. Derzeit sind in Deutschland über 700 Fälle von Geflügelpest amtlich festgestellt worden. In Bayern sind insgesamt aktuell 23 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln sowie vier Fälle in privaten Hausgeflügelbeständen amtlich festgestellt worden.

 

Bislang noch kein Mensch in Deutschland infiziert

Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind, wird dringend um eine entsprechende Information des Veterinäramtes gebeten.  

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine bayernweite Karte, aus denen sich die betroffenen Gebiete ergeben, sind auf der Seite des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter dem Stichwort "Geflügelpest" verfügbar.

 

Bayerisches Umweltministerium/MS/MB