Landkreis Regensburg: Radmobilitätskonzept liegt im Zeitplan

Das Radmobilitätskonzept des Landkreises Regensburg liegt im Zeitplan. Hier die Pressemeldung im Wortlaut:

Nach der großen Resonanz, die die Online-Beteiligung des Landkreises zum neuen Radmobilitätskonzept gebracht hatte, wird derzeit der Großteil der Hinweise und Anregungen geprüft. Das vom Landkreis Regensburg beauftragte Planungsbüro RV-K aus Frankfurt/Main teilt dazu mit, dass die Erstellung voll im Zeitplan liege. Das Steuerungsgremium „Mobilitätskonzept für den Radverkehr“ unter Leitung von Maria Politzka (Wirtschaftsförderung des Landkreises) wird noch heuer über die Maßnahmenvorschläge beraten können. Bis Frühjahr 2020 wird ein integriertes – weil alle Zuständigkeitsbereiche umschließendes – Zielnetz für den gesamten Landkreis entworfen und vorgestellt werden können. Landrätin Tanja Schweiger: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten nach der großen Beteiligung bei der Online-Umfrage eine deutliche Verbesserung der Radwegeinfrastruktur. Dort, wo wir als Landkreis in der Verantwortung stehen, werden wir auch finanziell und personell anpacken, wenn es an die Umsetzung der Verbesserungsvorschläge geht. Darüber hinaus unterstützen wir gerne die Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.“

Mit 1.829 Meldungen hatten sich im Zeitraum vom 17. Mai bis zum 30. Juni insgesamt 1.130 Bürgerinnen und Bürger im Online-Portal eingetragen. Bei einem ersten Treffen der Steuerungsgruppe Mitte Juli wurde eine erste Auswertung der Befragung durch RV-K, Thorsten Zobel (B.A.), vorgestellt. Der Mitarbeiter des Planungsbüros hat zwischenzeitlich alle bisher vorhandenen und die vorgeschlagenen neuen Radwege mit einem E-Bike abgefahren und nach gemeldeten Gefahrenstellen oder nach vorhandenen beziehungsweise potenziellen Abstellmöglichkeiten untersucht. Das Recherche-Ergebnis wurde ausführlich dokumentiert.

Ende des abgelaufenen Schuljahres fanden zudem an den Schulstandorten Regenstauf und Neutraubling zwei Workshops in den jeweiligen Realschulen statt. Rund 70 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben mit zehn der Sonderpädagogischen Förderzentren, des Gymnasiums, der Real- und der Mittelschulen erhielten zunächst Informationen zu den verschiedenen Arten von Radwegen und deren Kennzeichnung. Anschließend durften sie eine Wertung abgeben, auf welchen Wegen sie sich am sichersten fühlen. In einer Standortkarte von Neutraubling und Regenstauf konnten die Jugendlichen die jeweiligen Fahrstrecken mit dem Rad eintragen und Gefahrenstellen markieren. Auch diese Ergebnisse werden in die Gesamtschau der Auswertung mit einfließen.

Bereits angelaufen sind die Gespräche des Planungsbüros mit allen 41 Gemeinden im Landkreis Regensburg und anschließend den weiteren Straßenbaulastträgern, beziehungsweise auch mit den Gemeinden in angrenzenden Landkreisen. Mit folgenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften haben bereits Gespräche stattgefunden: VG Alteglofsheim, Barbing, Hagelstadt, Köfering, Mintraching, Neutraubling, Obertraubling, Pfatter, Schierling, VG Sünching und Thalmassing. Das Planungsbüro wird abschließend alle Ergebnisse zusammenführen, diese in Vorschlägen für einzelne Maßnahmen konkretisieren und eine zeitliche wie sachliche Priorisierung vornehmen.