© Christine Riepl

Landkreis Regensburg lädt zu „Biotagen auf Hof und Feld“ ein

Bei den Regionaltagen des Landkreises gibt es seit 2008 jedes Jahr einen kleinen, aber feinen Ausschnitt davon zu sehen und zu erleben, was die Region lebendig, vielfältig und lebenswert macht. Das bewährte Format mit seinen wechselnden Schwerpunkten zeigt den Besucherinnen und Besuchern verschiedene, manchmal auch weniger bekannte Seiten des Landkreises. Im Wesentlichen geht es bei den Regionaltagen darum, die Wirtschaftskreisläufe und -ressourcen, die Kultur und regionale Identität darzustellen und gleichzeitig die künftige Entwicklung der Region zu skizzieren.

 

Bio aus der Region für die Region

Den Ausbau sowie die Stärkung des Bewusstseins und der Wertschätzung für bio-regionale Erzeugnisse haben sich Stadt und Landkreis Regensburg mit ihrer Bewerbung zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion zum Ziel gesetzt. Entsprechend wird der Blick bei den Veranstaltungen auf die Herstellung und Verarbeitung ökologischer Lebensmittel in der Region gerichtet: Der 1. BioRegioMarkt Regensburg (19./20. September 2020), der von Stadt und Landkreis gemeinsam organisiert wurde, war Bühne für Erzeuger und Verarbeiter von regionalen Bio-Produkten und bot gleichzeitig Raum für Austausch, Diskussion und Information.

 

Knapp zwei Wochen später lädt der Landkreis zu „Biotagen auf Hof und Feld“: Am 3. und 4. Oktober 2020 öffnen mehrere Bio-Höfe sowie solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) ihre Türen, um den Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, mit wie viel Herzblut und mit welch schmackhaften Ergebnissen Gemüse, Obst, Eier, Fleisch oder Milch in Bio-Qualität produziert werden. „Bei dieser Gelegenheit erfahren Sie, wo und wie im Landkreis hochwertige Lebensmittel in Bioqualität entstehen“, wirbt Landrätin Tanja Schweiger für die Idee „Bio aus der Region für die Region“. Da die Besichtigungen in kleinen Gruppen stattfinden, ist eine Anmeldung beim Sachgebiet Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus erforderlich.

 

 

Das Programm der Regionaltage 2020 im Überblick:

Am Freitag, 25. September 2020:

Volksmusik-Sitzweil

 

Am Samstag, 3. Oktober 2020, finden Führungen bei folgenden Biohöfen und SoLaWis statt:

10 Uhr und 15 Uhr: SoLaWi Ferni

14 Uhr: Froschhammer-Hof, SoLaWi Tegernheim, Biohof Riepl

14.30 Uhr: Rotviehhof am Jurasteig

16 Uhr: SoLaWi Kareth

 

Am Sonntag, 4. Oktober 2020, kann man sich für folgende Besichtigungen anmelden:

10 Uhr und 15 Uhr: SoLaWi Ferni

13 Uhr: Kollerhof

14 Uhr: SoLaWi Tegernheim

14.30 Uhr: Rotviehhof am Jurasteig

© Caroline Hoff
Gemeinsam gärtnern und ernten bei der SoLaWi Tegernheim

 

 

 

Kurzportraits aller Veranstaltungen

Volksmusik-Sitzweil mit heiteren Umweltgeschichten in Oberhinkofen

Einen spielerischen Einstieg in die Thematik der diesjährigen Regionaltage bietet die traditionelle Volksmusiksitzweil am 25. September 2020 ab 19.30 Uhr in Oberhinkofen. Sänger und Musikanten aus dem Landkreis Regensburg geben hier unter dem Motto „Frisch aufgspuit und gsunga“ bodenständige Volksmusik zum Besten. Mit dabei sind die Koferer Sänger, die Spätzünder Musikanten aus Nittendorf, die Stubenmusi Obertraubling und De Drei Scheiheilinga aus Regenstauf. Zwischen den Auftritten gibt Kreisvolksmusikpfleger Tobias Lehner heitere Geschichten zum Thema Umwelt zum Besten: „Allerhand über die heidige Plastikzeit“. Eine Anmeldung beim Gasthaus Weitzer, Tel.: 09401 5685; E-Mail: gaststaette.weitzer@freenet.de ist erforderlich!

 

SoLaWi Ferni in Ferneichlberg

Die SoLaWi Ferni betreibt saisonalen und vielfältigen Gemüseanbau. Die beiden gelernten Gemüsebau-Gärtner Sophie Ley und Michael Birkenseer bauen für feste Abnehmer frisches Gemüse ohne Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger an. Die „Fernis“ verstehen sich als Verbrauchergemeinschaft, die das Risiko sowie die kulinarischen und gärtnerischen Freuden miteinander teilt. Für künftige „Mitbauern“ sind noch einzelne Plätze frei. Alle, die das SoLaWi-Konzept kennenlernen wollen, sind herzlich eingeladen!

Naturland-Hof Froschhammer in Thalmassing

Seit fünf Generationen ist der Betrieb im Besitz der Familie Froschhammer. Seit 2009 bewirtschaftet sie ihre Äcker biologisch. Wer die vergnügten Bunten Bentheimer Schweine auf der Weide besuchen will, ist herzlich willkommen! Dieser alten Haustierrasse steht eine besonders großzügige Weidefläche zur Verfügung. Einblicke gibt es zudem in den Bodenaufbau sowie den Anbau verschiedener Pflanzen wie Getreide, Soja und Lupinen. Abschließend darf im Hofladen gestöbert werden. Für den Weidebesuch werden Stiefel empfohlen.

SoLaWi Tegernheim

Seit März 2020 bewirtschaftet die SoLaWi Tegernheim nach biologischen Kriterien knapp einen Hektar Land. Mit viel ehrenamtlicher Arbeit, drei Gärtnern und in Kooperation mit zwei Landwirten wird Gemüse für 86 Anteilsnehmer angebaut. Der Verein engagiert sich zudem in der Bildungsarbeit. Neugierig Gewordene können nach Anmeldung vorbeikommen und sich nach Herzenslust informieren!

Biohof Riepl in Langenkreith

Hier kann man aus der Nähe erleben, wie Tierwohl mit einem mobilen Hühnerstall gelingt! Der Riepl-Hof hat sich für die Zweinutzungsrasse Sandy entschieden und unterstützt die Aufzucht der Brudertiere. Der Biobauer informiert außerdem, wie Eier ohne Schaden sortiert und verpackt werden oder wie Getreide gereinigt, aufbereitet und gelagert wird. Zu entdecken gibt es auch den Selbstbedienungs-Hofladen mit Getreidemühle für Vollkornmehl.

Rotviehhof am Jurasteig in Rohrbach

Der erfahrene Rotviehzüchter Johann Graml zeigt den Besucherinnen und Besuchern seine artgerechte, naturnahe Weidehaltung auf den Jurahängen. Rotes Höhenvieh, Thüringer Waldziegen und Coburger Fuchsschafe liefern nicht nur hochwertiges Bio-Fleisch, sie sind auch echte Landschaftspfleger. Die leckeren Wurst-Spezialitäten vom Roten Höhenvieh dürfen gekostet und bestellt werden. Für den Spaziergang zur Weide auf dem Mailerberg wird festes Schuhwerk empfohlen.

SoLaWi Kareth

Der gemeinnützige Verein SoLaWiR e.V. lädt ein, bei einer Führung über den Acker das Konzept einer solidarischen Landwirtschaft näher kennenzulernen. Das Modell bringt Vorteile für alle Beteiligten: frisches, gesundes Gemüse für Mitglieder, Wissen über Herkunft und Anbau sowie finanzielle Sicherheit für Gärtner und Bauern. Dies fördert Biodiversität sowie das Bewusstsein für einen achtsamen sowie nachhaltigen Umgang mit der Natur; gleichzeitig werden so regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt. Die „Biotage auf Hof und Feld“ sind eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen!

Kollerhof in Schwaighausen

Im Schwaighausener Forst wirtschaftet Familie Graf zusammen mit ihren „tierischen Mitarbeitern“: Milchschafen und -kühen, Ziegen, Schweinen und Geflügel. Während der Hofführung erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie diese fruchtbare Zusammenarbeit im Alltag funktioniert und wie verschiedenste Milchprodukte in der eigenen Käserei in alter Handwerkstradition hergestellt werden. Kleine Kostproben der Bioprodukte des Kollerhofs runden den Besuch ab.

Anmeldung und Informationen:

Landratsamt Regensburg

Sachgebiet Wirtschaft, Regionalentwicklung und Tourismus

Matthias Sabatier, Tel.: 0941 4009-168

Magdalena Meyerweissflog, Tel.: 0941 4009-436

regionalentwicklung@lra-regensburg.de

regionaltage.lra-regensburg.de