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Landkreis Regensburg: Kulturpreis 2016 verliehen

Im Landkreis Regensburg wurde der mit 5.000 Euro dotierte Kulturpreis des Landkreises verliehen. Erstmals gab es in diesem Jahr auch einen speziellen Jugendkulturpreis. Dieser ging an die Jugend-Kolpingtheaterbühne. Der Kulturpreis des Landkreises Regensburg ging in diesem Jahr an den Hemauer Multiinstrumentalisten, Komponisten, Klangarchitekten, Performer und Instrumentenerfinder Heinz Grobmeier.

Der 60-jährige ist damit der neunte Träger des seit 2008 verliehenen Preises. Den erstmals zusätzlich ausgelobten, mit 1.000 Euro dotierten Jugendkulturpreis sicherte sich die Jugendgruppe der Kolpingtheaterbühne Wörth a. d. Donau. Insgesamt gingen für den (Jugend-) Kulturpreis heuer 26 verschiedene Vorschläge von Landkreisbürgern ein, die dem Kulturpreisbeirat, bestehend aus Michael Eibl, Dr. Rudolf Ebneth, Ludwig Bäuml, Bernhard Hübl, Josef Menzl sowie dem Vorsitzenden, stellvertretender Landrat Willi Hogger, von Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer ausführlich vorgestellt und anschließend intensiv diskutiert wurden. Beide Preisträger zeichnen sich nach Ansicht der sechsköpfigen Jury dadurch aus, „dass sie sich hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben im Regensburger Land erworben haben.“ Die Verleihung fand am Donnerstagabend in feierlichem Rahmen im Hemauer Weismannstadel statt.

„Die Verleihung des Kulturpreises ist ein wichtiges Instrument der Landkreis-Kulturpolitik“, betonte der stellvertretende Landrat bei der Begrüßung der rund 80 Gäste, darunter politische Mandatsträger sowie Kulturschaffende aus dem Landkreis. „Ich wüsste nicht, wer den Kulturpreis des Landkreises Regensburg mehr verdient als Heinz Grobmeier“, bekannte Helmut C. Kaiser, Musiker und langjähriger Begleiter von Heinz Grobmeier, in seiner Laudatio. Denn während in vielen Stilrichtungen die Musik zunehmend verflache und kommerzialisiert werde, habe Grobmeier durch Innovation, Kreativität, Individualität und Professionalität einen eigenständigen Stil geschaffen, der seinesgleichen suche. Seine Musik sei ein hoher kultureller Beitrag in einer Zeit, die oft von Mainstream geprägt sei, so der Laudator über den Preisträger.

Und weil die Praxis der vergangenen Jahre gezeigt habe, dass es die kulturellen Nachwuchskräfte sehr schwer haben, sich im Wettbewerb gegen „arrivierte Schwergewichte“, wie den diesjährigen Kulturpreisträger, durchzusetzen, hätte der Landkreis heuer zum ersten Mal zusätzlich auch einen Jugendkulturpreis verliehen. Die Jugend-Kolpingtheaterbühne habe sich hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben im Regensburger Land erworben und sei deshalb zweifellos ein würdiger Preisträger, so der Kulturreferent des Landkreises, Dr. Thomas Feuerer.

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Die Laudatio auf den Träger des Jugendkulturpreises hielt Johann Festner, der kurzfristig für den erkrankten Wörther Bürgermeister Anton Rothfischer eingesprungen war. Der Kulturausschussvorsitzende der Stadt Wörth lobte die „hervorragende Arbeit der Kolping Theaterbühne unter der Leitung von Traudl und Hans Eigenstetter. Seit 2007 würden Jahr für Jahr Weihnachtstücke, Märchenaufführungen, Stadt- und Schloss-Führungen einstudiert und mit überwältigender Resonanz vor dem Publikum aufgeführt. Aufführungsorte seien stets die schönsten und passendsten Orte in und rund um Wörth wie der Schloßkeller, das Rondellzimmer auf Schloß Wörth oder die Open-Air Kulisse des Gschwelltals für Märchenwanderungen. Die Jugendgruppe habe das Kulturprogramm der Stadt Wörth und des Landkreises Regensburg bereichert, so der Laudator.

 

Die Preisträgerskulpturen wurden auch heuer wieder von dem in Beratzhausen wirkenden Künstler Helmut Wolf geschaffen. Erstmals gibt es zwei verschiedene Skulpturen: die bekannte Kulturpreis-Skulptur aus Bronze und Stein – ein Mann, der einen Rahmen in Händen hält, durch den er blickt – und die neue Jugendkulturpreis-Skulptur. Sie ist zwar aus denselben Materialien gearbeitet, zeigt aber eine Person mit zwei unterschiedlichen Beinen. „Das linke tritt nach vorne auf und symbolisiert dadurch Dynamik, das rechte hat die Form des Buchstabens J, der für Jugendkulturpreis steht“, erklärte der Kulturreferent den Gästen. Die Skulpturen seien künstlerische Unikate, die jedes Jahr neu geschaffen würden.

Pressemitteilung/MF