Landkreis Regensburg: Bundesweit agierender Betrüger gefasst

Ein Mitte September bei verschiedenen Pfarrhöfen in Gemeinden des Landkreises Regensburg vorsprechender Mann konne aufgrund eines "wertvollen Hinweises" ermittelt werden, teilt die Polizeiinspektion Wörth an der Donau mit. Der Tatverdächtige hatte sich Geld erschwindelt, in dem er eine familiäre Notsituation vortäuschte.

Die Masche des Betrügers

Es war Mitte September als ein etwa 50-60-jähriger Mann in vier Pfarrhöfen in verschiedenen Gemeinden im südlichen und östlichen Landkreis Regensburg vorsprach. Er täuschte eine finanzielle Notlage durch einen Todesfall in der Familie vor. Außerdem gab er an, seit kurzem erst in dem Ort zu wohnen. Er bat um Geld, das er auch wieder zurückzahlen werde. Hierbei gab er immer verschiedene Namen, existierende Adressen in den jeweiligen Gemeinden sowie Handynummern von fremden Personen an.

So kam der Betrug ans Licht

Eine Mitarbeiterin eines Pfarrhofes gab den entscheidenden Hinweis. Der Frau fiel der Unbekannte auf, als dieser aus einem Fahrzeug mit Recklinghauser Kennzeichen ausstieg. Im Zuge der dazu eingeleiteten bundesweiten Ermittlungen gelang es, einen 52-Jährigen festzunehmen. Der Mann stammt aus einer Stadt im nördlichen Ruhrgebiet. Der Tatverdächtige war bereits in den vergangenen zwei Jahren mehrfach mit der gleichen Wortwahl,  teilweise auch mit Kleinkindern, um den alleinerziehenden Vater zu mimen, in Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg unterwegs, um sich bei kirchlichen und karitativen Einrichtungen Geldbeträge zu erschwindeln.

In Zusammenarbeit mit den dortigen Polizeibehörden konnte der Mann jetzt bei den Fällen im Raum Regensburg, aber auch bei Orten im Landkreis Kelheim und im Landkreis Nürnberger Land, als Tatverdächtiger für Fälle im September 2016 ermittelt werden.

Dem 52-Jährigen wurden insgesamt Bargeldbeträge von mehreren Hundert Euro ausgehändigt, teils wurde ihm dies aber auch verweigert.

Er wird nun wegen dieser Betrugsdelikte angezeigt.

 

 

pm/LS