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Landkreis Neumarkt: Großeinsatz nach rauchenden Zugbremsen

Überhitzte Bremsen eines Regionalexpresses haben auf der Bahnstrecke von Nürnberg nach Regensburg in der Nacht zu Donnerstag für einen Großeinsatz gesorgt. Verletzt wurde niemand. Es sei Rauch entstanden, der sich in einigen Waggons ausgebreitet habe, berichtete ein Polizeisprecher.

Daraufhin sei eine Notbremsung des Zuges ausgelöst worden. Im Bereich des Bahnhofes im oberpfälzischen Deining (Landkreis Neumarkt) konnten die 50 Fahrgäste aussteigen. Sie wurden durch Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die Bahnstrecke war vorübergehend beidseitig gesperrt. Wegen des Einsatzes mit rund 150 Kräften von Polizei und Feuerwehr kam es auf der Staatsstraße 2220 zu Verkehrsbehinderungen. Wie hoch der Schaden an dem Zug ist, konnte die Polizei zunächst nicht beziffern.

dpa

 

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Der Polizeibericht

Heißgelaufene Bremsen führten am Mittwoch (4. Februar) gegen 23:45 Uhr zu einer starken Rauchentwicklung an einem Steuerwagen der DB Regio auf der Strecke Nürnberg – Regensburg. Alle Reisende konnten unverletzt evakuiert werden. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Wie die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, teilte der Fahrdienstleiter in Neumarkt i.d.Opf. gegen 23:45 Uhr dem Lokführer des Regionalexpresszuges RE 59499 von Nürnberg nach Regensburg mit, dass der Lokführer eines entgegenkommenden Zuges Rauchentwicklung am Steuerwagen des RE 59499 gemeldet habe.
Der betroffene Lokführer brachte daraufhin den Zug am Haltepunkt Deining zu stehen.  Dort stellte er fest, dass an beiden Drehgestellen am Steuerwagen starke Rauchentwicklung auftrat. Der Versuch die Rauchentwicklung mit einem Handfeuerlöscher zu stoppen, scheiterte. Dies gelang erst alarmierten Kräften der Feuerwehr. Die Feuerwehren kümmerten sich auch um die etwa 30 Reisenden und brachte sie vorübergehend im naheliegenden Dorfhaus unter.
Nach derzeitigem Stand blieben alle Reisenden unverletzt. Für die Weiterfahrt richtete die DB Regio Bayern einen Schienenersatzverkehr ein.

Nach Auskunft der Techniker der DB Regio sollen heiß gelaufene Bremsen die Ursache für die Rauchentwicklung gewesen sein.
Der beschädigte Zug, bestehend aus einem Steuerwagen, drei weiteren Personenwagen und einer Lok, konnte aus eigenem Antrieb in die Werkstatt der DB AG nach Pasing/München fahren.

Die Bahnstrecke war von 23:44 Uhr bis 01:32 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Dadurch hatten 32 Güterzüge Verspätung von insgesamt 2.573 Minuten. Es wurden drei Umleitungen eingerichtet. Eine Zugverbindung musste ausfallen.
Die Schadenshöhe am Zug ist derzeit noch nicht bekannt.

Wegen der hohen Anzahl an anfahrenden Rettungskräften sperrte die Landespolizei für den Zeitraum des Einsatzes die Staatsstraße 2220.

Folgende Einsatzkräfte waren vor Ort: Die Freiwilligen Feuerwehren Neumarkt .d.Opf., Mühlhausen, Deining, Sengenthal, Leutenbach Döllwang und Berg mit 120 Einsatzkräften, das BRK mit 25 Einsatzkräften. Von der PI Neumarkt i.d.Opf. waren acht Beamte und von der Bundespolizei vier Beamte im Einsatz.

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