© Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.

Landkreis Kelheim: Übernachtungszahlen steigen weiter

Im Landkreis Kelheim haben 2016 wieder mehr Gäste übernachtet als im Vorjahr. Die Anzahl der Übernachtungen stieg auf 843.517, die der Ankünfte auf 265.788. Diese Zahlen gab das Bayerische Landesamt für Statistik bekannt. Die Anzahl der Übernachtungen in der Region hat sich damit im achten Jahr in Folge erhöht.

Im Vergleich zu 2015 gab es 1,4 Prozent mehr Übernachtungen und 1,8 Prozent mehr Ankünfte. Die Nachbarregionen Naturpark Altmühltal und Ostbayern konnten sich im Bereich der Übernachtungen um 2,1 Prozent und 2,7 Prozent steigern. Der etwas geringere Zuwachs im Landkreis Kelheim erklärt sich in erster Linie durch den Wegfall von Übernachtungskapazitäten und Baumaßnahmen. In Kelheim schlossen Ende 2015 zwei große Betriebe und in Neustadt a.d. Donau und Bad Gögging wurde umfangreich gebaut. Besonders die Römersauna der Limes-Therme war davon betroffen. Trotzdem konnte der Landkreis auch 2016, wie in allen Jahren seit 2009, einen Anstieg der Übernachtungszahlen verzeichnen.

Registriert werden vom Bayerischen Landesamt Aufenthalte in gewerblichen Betrieben mit mehr als neun Betten. Die Betten waren zu 44,3 Prozent ausgelastet, ein im Vergleich mit den Nachbarregionen hoher Wert. Im Durchschnitt blieben die Gäste wie auch in den Vorjahren 3,2 Tage in der Region. Klaus Blümlhuber, Geschäftsführer des Tourismusverbands im Landkreis Kelheim e.V., erklärt: „Der Trend geht zu kürzeren, dafür aber mehr Urlauben im Jahr.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Gäste am Urlaubsort authentische Erlebnisangebote vorfinden. Ein gelungenes Beispiel waren die Angebote zum Jubiläumsjahr des Reinheitsgebots rund um Hopfen und Bier, wie Hopfenwellness und Bierverkostungen. Auch von Journalisten aus dem Ausland wurden diese gut angenommen.

Darüber hinaus ist es laut Blümlhuber wichtig, Service und Dienstleistungen an den Interessen der Gäste auszurichten. Beispielsweise nimmt die Anzahl von Gruppenreisen stetig zu, weshalb Tourist-Informationen und der Tourismusverband diese verstärkt im Marketing fokussierten.  Eine große Chance für den Tourismus in der Region sind auch die überregionalen Radwege wie der Donau- und der Altmühltal-Radweg oder Wanderwege wie der Altmühl- und der Donau-Panoramaweg sowie der Pilgerweg Via Nova. Durch solche Wege werden die wichtigen Zielgruppen von Wanderern und Radfahrern angesprochen.

Ein weiteres Thema, das im Tourismus stetig an Bedeutung gewinnt, ist die Online-Buchbarkeit. Gäste können Zimmer von Gastgebern, die online buchbar sind, über deren Websites und Portale wie booking.com direkt online buchen. Zur ständig wachsenden Nachfrage in diesem Bereich erläutert Blümlhuber: „Auf lange Sicht müssen sich die Gastgeber auf die Online-Buchbarkeit einlassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Über 50 Betriebe seien im Landkreis bereits online buchbar, was aber noch nicht ausreiche. Laut dem Geschäftsführer informieren sich Gäste immer mehr im Internet und buchen deshalb auch öfter online. Gastgeber bekommen dadurch mehr Buchungen und können diese einfacher verwalten.

Durch die großen Informationsmöglichkeiten im Internet steigen aber nicht nur die Chancen, sondern auch die Konkurrenz mit anderen touristischen Regionen. Deshalb steht für den Tourismusverband eine ständige

Weiterentwicklung im Vordergrund. So werden Projekte wie „Reisen für Alle“ vorangetrieben, durch das sich Betriebe für barrierefreie Angebote klassifizieren lassen können. Außerdem wurde ein neues Radwegenetz konzipiert. Dieses berücksichtigt sowohl die  Ansprüche von E-Bikern, als auch Familien und Sportlern. Eine neue kostenlose Radkarte geht mit der neuen Saison an den Start.

Blümlhuber folgert aus den positiven Zahlen: „In erster Linie beweist die Statistik, dass die Gäste mit den Übernachtungsmöglichkeiten, den Ausflugszielen und dem Informationsangebot zufrieden sind.“ Für die nächste Saison sei es wichtig, dass man sich weiterhin um ein hohes Qualitätsniveau und Neuinvestitionen im touristischen Bereich bemühe. Nur so könne man auch nächstes Jahr neue Gäste gewinnen und an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen.

Pressemitteilung/MF