© Regierung der Oberpfalz

Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst: Über 1,2 Millionen Euro Fördermittel

Schnellere Hilfe für Patienten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet – dafür soll das „Koordinierungskonzept Grenzüberschreitender Rettungsdienst“ in Zukunft sorgen. Über 1,2 Millionen Euro Förderung erhalten die deutschen Projektpartner, der Kreisverband Cham des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sowie die Technische Hochschule Deggendorf, dafür aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit „Ziel ETZ Freistaat Bayern – Tschechische Republik (INTERREG V-A)“.

Eine Förderung in Höhe von rund 1.026.700 Euro erhielt der führende Projektpartner, der BRK-Kreisverband Cham, für die Schaffung von Rahmenbedingungen, zu denen u.a. auch Bau- und Personalkosten für das zentrale Kompetenz- und Koordinierungszentrum im neu entstehenden BRK-Rettungszentrum in Furth im Wald zählen.

Qualifizierte Zusammenarbeit – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg

„Diese Mittel der Europäischen Union sind höchst sinnvoll in diesem wegweisenden Projekt angelegt“, bekräftigte Regierungspräsident Axel Bartelt. „Denn damit können die Rettungsdienste beider Länder auf Grundlage praxisnaher Regelungen nicht nur koordiniert und schnell grenzüberschreitendes Helfen sicherstellen. Auch das Projekt an sich leistet einen in vielerlei Hinsicht wichtigen Beitrag zum noch engeren Zusammenwachsen der lange getrennten Grenzregionen.“ Ziel ist es, die Notfallkoordination zwischen Bayern und Tschechien weiterhin zu optimieren und zu verbessern, sowie eine qualifizierte, direkte Zusammenarbeit der Rettungsdienste sicherzustellen – über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.

„Es soll und darf nicht mehr so sein, dass Patienten aus Bayern oder der Tschechischen Republik an der Grenze von einem Krankenwagen in den anderen verlegt werden müssen, weil die Rettungswagen nicht in den Nachbarstaat fahren dürfen“, betonte Regierungspräsident Axel Bartelt.

Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Um die Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Bayern zu intensivieren, stellt die EU über das Programm INTERREG V-A Fördermittel für Projekte mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten zur Verfügung. Das Programm ist eines von 60 grenzübergreifenden Förderprogrammen innerhalb der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) und läuft bis 2020. Die Besonderheit grenzübergreifender ETZ-Programme liegt darin, dass die Förderschwerpunkte auf die Bedürfnisse und Potenziale der teilnehmenden Regionen zugeschnitten sind. Für das INTERREG V-A Programm Freistaat Bayern – Tschechische Republik stehen in der jetzigen Förderperiode rund 103,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Förderdaten zum Projekt

  • Führender Projektpartner: BRK Kreisverband Cham (EU-Fördermittel: 1.026.693,14 Euro)
  • Projektpartner (Oberpfalz): Technische Hochschule Deggendorf (EU-Fördermittel: 210.168,74 Euro)
  • Projektpartner (Tschechien/Pilsen): Rettungsdienst der Region Pilsen (EU-Fördermittel: rund 450.000 Euro, Westböhmische Universität Pilsen (EU-Fördermittel: rund 708.000 Euro)

 

Insgesamt fließen EU-Fördermittel in Höhe von rund 2.394.000 Millionen Euro in das Projekt.

 

pm/LS