Knapp 20 Prozent illegale Arbeiter auf Regensburger Großbaustelle

Die Finanzkontrolle des Hauptzollamts Regensburg hatte den richtigen Riecher auf einer Großbaustelle in Regensburg: Jeder fünfte Arbeitnehmer dort hätte nicht auf der Baustelle sein dürfen. 61 Zöllner haben das Gelände umstellt, unter anderem mit Diensthunden. Drei Bauarbeiten versuchten, vor der Überprüfung zu flüchten. 

Bei der verdachtsunabhängigen Kontrolle prüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg, ob der Mindestlohn gezahlt, die Sozialversicherungsbeiträge korrekt abgeführt und die gesetzlich geforderten Arbeitsbedingungen eingehalten wurden.

Insgesamt befragten die Zöllnern 50 Bauarbeiter, teilweise auch mit Hilfe von Dolmetschern. Die Überprüfung ergab, dass neun Arbeitnehmer ohne die erforderlichen Aufenthaltstitel auf der Baustelle tätig waren und sich somit illegal in Deutschland aufhielten. Gegen die Arbeitnehmer wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet eingeleitet. Ebenso wurden gegen die Arbeitgeber Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt aufgenommen.

Im weiteren Verlauf der Kontrolle wurden mehrere Verstöße gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz festgestellt. So verstießen sechs Arbeitnehmer gegen die Mitführungspflicht von Ausweispapieren, welche im Baugewerbe grundsätzlich gilt. Auch gegen sie wurden seitens des Hauptzollamtes Regensburg Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Hauptzollamt Regensburg/MB