Kirchenaustritte: Bistum Regensburg richtet Telefondienst ein

Das Bistum Regensburg reagiert auf aktuelle Austrittszahlen: 0,55 Prozent der Katholiken im Bistum Regensburg verließen im Jahr 2015 die Kirche. Das sind 6.632 Menschen. Das Bistum hat deswegen einen Telefondienst für Verärgerte oder Ausgetretene eingerichtet. Der Dienst wird von zwei Priestern betreut. Johann Ammer oder Manfred Stringl sind im Juli und August zwischen 9:00 und 20:00 Uhr fast durchgängig zu erreichen.

Die Kontaktdaten der beiden Seelsorger finden Sie auf der Homepage des Bistums Regensburg.

 

Fotos: Die beiden Seelsorger sind ab sofort telefonisch zu erreichen (Bilder: Bistum Regensburg)

 

 

Dekan Johann Ammer ist Pfarrer in Pilsting und Sekretär des Priesterrats der Diözese: „Ich veröffentlichte bereits im vergangenen Jahr meine Mobilnummer, einfach, um die Gelegenheit für ein persönliches Gespräch zu öffnen. 120 Menschen meldeten sich mit ganz unterschiedlichen Themen. Manche wollten sich Luft machen, erzählen, was sie an der Kirche geärgert hat. Andere waren enttäuscht, andere waren nicht einverstanden mit der Kirchturmpolitik oder kircheninternen Vorgängen. Ich bin noch heute für jedes Gespräch dankbar.“

Manfred Strigl ist Regionaldekan von Weiden und leitet das Exerzitienhaus Johannisthal: „Die Kirchenaustritte sind eine bittere Wirklichkeit, die wir sehen und annehmen müssen. Um zuzuhören, um ein Gesicht zu zeigen, um Rede und Antwort zu stehen und um nicht einfach zur Tagesordnung zurückzukehren: Deshalb bitte ich um das Gespräch und deshalb veröffentliche ich hier meine Handynummer.“

 

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Eckdaten des kirchlichen Lebens

0,55 Prozent der Katholiken im Bistum Regensburg verließen im Jahr 2015 die Kirche. Das sind 6.632 Menschen. Am Freitag, dem 15. Juli 2015, veröffentlichte das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die Eckdaten des kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands für 2015 (siehe www.dbk.de). Erstmalig wurden gleichzeitig die Zahlen der EKD bekanntgegeben.

Unter den Zahlen finden sich unter anderem Angaben zur Anzahl der Gottesdienstteilnehmer, der Taufen, Trauungen, Bestattungen, Eintritte und Wiederaufnahmen sowie der Kirchenaustritte. 

Das Bistum Regensburg respektiert die Entscheidung der Ausgetretenen. Überzeugungen können sich nur in Freiheit entfalten und Austritte verstehen wir als Ausdruck einer Glaubensüberzeugung, die nicht mehr in der Kirche zu Hause ist.

Pressemitteilung Bistum Regensburg/MF