Kille-Wau: 15.000 Zuschauer beim Chinesenfasching in Dietfurt erwartet

In Dietfurt startete mit dem Gruß "Kille-Wau" um Punkt 14.01 Uhr - bei den Narren ist das 13.61 Uhr - ein bunter Zug beim Chinesenfasching. Es haben sich 41 Wagen und sechs Musikkapellen angemeldet. Die rund 1.000 Teilnehmen verkleiden sich traditionell als Asiaten. Erwartet werden bis zu 15.000 Zuschauer.

Erste Eindrücke vom Gaudiwurm

Unser Reporter Stefan Schaumeier ist in Dietfurt vor Ort und hat uns erste Impressionen geschickt. Bei herrlichem Sonnenschein schlängeln sich die vielen Gruppen durch die Stadt.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Talente der Bayrischen Chinesen. Um diese zu suchen ist der kaiserliche Talentscout FA-DA-LANG ausgesandt worden. Ganz in diesem Sinne beschäftigen sich viele Gruppen mit diesem Thema, denn die Bayrischen Chinesen aber auch Besucher aus anderen Ländern halten mit ihren Talenten nicht hinterm Berg.

Und der Kaiser selbst wird in seinem 2. „Amtsjahr“ wieder von seinem Drachen durch die Chinametropole geführt. Nach dem Umzug, etwa gegen 15.30 Uhr, beginnt am Rathaus die große Podiumsgaudi mit der feierlichen Proklamation des Kaisers FU-GAO-DI!

Nach der Podiumsgaudi: Buntes Faschingstreiben im ganzen Ort

Nach dem Gaudiwurm und der Podiumsgaudi laden die Gasthäuser und Bars in Dietfurt zum bunten Faschingstreiben bis in die frühen Morgenstunden ein.

Hintergrund des Chinesenfaschings

Der Dietfurter Chinesenfasching, bei dem sich das Städtchen jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag von den frühen Morgenstunden bis in die Nacht hinein in ein buntes „Bayrisch-China-Reich“ verwandelt, spielt auf eine alte Anekdote an: Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort nach dem Rechten sehe und die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn nicht durch die Stadttore – und der Kämmerer berichtete dem Bischof verärgert, die Dietfurter verschanzten sich „wie die Chinesen hinter ihrer Mauer“.

 

LS/StS