© OTH Regensburg/Diana Gäntzle

KI in Regensburg: Regensburg Center of Artificial Intelligence an der OTH

Wissenschaftsminister Bernd Sibler hat das neue Regensburg Center of Artificial Intelligence (RCAI) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg besucht. Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern ist der Standort Regensburg im Bereich der Künstlichen Intelligenz ausgebaut worden. 

 

Bayern arbeitet mit Hochdruck daran, seine Stellung als einer der führenden KI-Standorte weiter auszubauen, unter anderem auch in Regensburg. Als Teil seiner Strategie spannt der Freistaat im Rahmen der Hightech Agenda Bayern (HTA) ausgehend vom KI-Zentrum in München und den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt ein landesweites, thematisch fokussiertes Netzwerk in der KI-Forschung auf.

Die OTH Regensburg hatte im Mai 2020 im Rahmen eines bayernweiten Wettbewerbs um die Einrichtung von KI-Professuren drei Professuren gewinnen können. Diese neuen Stellen sollen insbesondere das Innovationspotenzial des neu geschaffenen Regensburg Center of Artificial Intelligence (RCAI) stärken, an dem die OTH Regensburg künftig ihre breit angelegte Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) bündeln und ausbauen will.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler informierte sich gestern Nachmittag in Regensburg über die geplanten Projekte am RCAI. Er unterstrich: „Mit dem Auf- und Ausbau des RCAI kann die OTH Regensburg den Fortschritt und die Innovationen in dem für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft hoch bedeutsamen Zukunftsfeld der Künstlichen Intelligenz entscheidend mitgestalten. Wissenschaft und Wirtschaft gehen hier Hand in Hand und setzen nachhaltige Impulse für die Region. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sich die OTH Regensburg drei Professuren im KI-Wettbewerb sichern konnte. Durch sie kann die Hochschule ihr RCAI als regionalen KI-Forschungs- und Wachstumsmotor weiter stärken und ihr Innovationspotenzial weiter ausbauen. Hier arbeiten fächerübergreifend alle relevanten Fachdisziplinen zusammen, hier geschieht Innovation, hier wird Zukunft gemacht.“

 

Weitere Impulse in wichtigen Forschungsbereichen

Die drei neu bewilligten Professuren an der OTH Regensburg adressieren zentrale KI-Forschungsbereiche. Dazu zählen insbesondere die KI-gestützte Mobilität und die Künstliche Intelligenz im Bereich der Infrastruktur und Stadtentwicklung. In enger Kooperation mit Kommunen und Unternehmen sollen beispielsweise Infrastrukturlösungen, insbesondere unter den Aspekten des autonomen Fahrens, erarbeitet werden. Zudem sollen Algorithmen zur intelligenten Datenverarbeitung für Sensorsysteme und Sensornetzwerke auf eingebetteten Systemen untersucht werden.

Der Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Wolfgang Baier, sagte: „Wir freuen uns sehr über unseren Erfolg im KI-Wettbewerb der Bayerischen Staatsregierung. Die drei erfolgreich eingeworbenen Professuren fügen sich ideal in das Konzept des Regensburg Center of Artificial Intelligence (RCAI) der OTH Regensburg ein, unserem fakultätsübergreifenden Forschungszentrum mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI). Mit dem RCAI wird die KI ein über all unsere Disziplinen hinweg etablierter Schwerpunkt werden.“

Prof. Dr. Baier verwies auf die jahrzehntelange Tradition der Studiengebiete Informatik und Mathematik an der OTH Regensburg. Beide Disziplinen sind Eckpfeiler der Künstlichen Intelligenz und bilden eine solide Basis für die Arbeit des RCAI, deren Ergebnisse in der Region direkt zur Anwendung kommen. „Mit unserer Forschung auf diesem Gebiet adressieren wir aktuelle Bedarfe von Gesellschaft und Wirtschaft“, betonte der Präsident. „Daher streben wir einen kontinuierlichen Ausbau des RCAI an und werden diesen Prozess auch aus eigenen Ressourcen ergänzen. Die aktuell aus dem Wettbewerb eingeworbenen Professuren werden insbesondere Impulse für die Sensorik, die Stadtentwicklung sowie für das Querschnittsthema Ethik und Technologiefolgenforschung geben können.“

 

HTA: 100 neue Professuren auf dem Zukunftsgebiet der KI

Die Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz stellt einen der Schwerpunkte der im Oktober 2019 von Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder angekündigten Hightech Agenda Bayern dar. 50 KI-Professuren wurden zur gezielten Stärkung des KI-Zentrums in München und den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt gesetzt, 50 weitere KI-Professuren wurden im Rahmen des KI-Wettbewerbs vergeben. Dadurch soll auch der Lehre an den Hochschulen und damit der Ausbildung dringend benötigter Fach- und Führungskräfte in allen Regionen Bayerns ein kräftiger Schub verliehen werden und eine breite Verankerung der KI an den bayerischen Hochschulen erfolgen.

„Mit insgesamt 100 neuen Professuren auf diesem Zukunftsgebiet legen wir die Grundlage dafür, dass Bayern als Wissenschaftsstandort seine Sichtbarkeit und Wettbewerbsposition auf diesem begehrten Markt entscheidend verbessern kann. Das ist auch mit Blick auf die Belebung der Wirtschaft und von Wertschöpfungsketten nach der Corona-Pandemie wertvoll“, so Sibler.

 

Informationen zum KI-Wettbewerb finden Sie unter: https://www.stmwk.bayern.de/ki-wettbewerb

 

Pressemitteilung Bayerisches Wissenschaftsministerium